Was hat Einheit mit Eierschecke zu tun? Mit Lisa Trebs & Vanessa Beyer von k_einheit

Shownotes

In dieser Folge von „Geteilt vereint“ spreche ich mit Vanessa Beyer und Lisa Trebs von k_einheit. Mit ihrer Initiative wollen sie das Sprachrohr einer demokratischen Generation Z aus dem Osten sein, vernetzen, den generationsübergreifenden Austausch fördern und den Diskurs über Ostdeutschland verändern.

Wir sprechen darüber, ob es eine neue ostdeutsche Identität der Gen Z gibt, was uns heute noch trennt und was uns längst verbindet. Es geht um die Frage, wann man eigentlich zum „Ossi“ wird, welche Strukturen Ostdeutschland bis heute prägen und wie ein Ort aussehen müsste, an dem junge Menschen gerne leben wollen. Außerdem geht es darum, ob und wenn ja, wie wir das „k“ aus k_einheit perspektivisch streichen… und was all das mit Eierschecke zu tun hat.

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00:00:00: Ich klatsche einfach nochmal.

00:00:00: Das ist der Podcast geteilt vereint und das ist ein besonderer Podcast, weil wir sind zum ersten Mal zu dritt und wir sind auch erst zum zweiten mal online miteinander verbunden – das ist deswegen nicht so schlimm!

00:00:11: Weil die beiden Protagonistinnen habe ich schon besucht nämlich in der Stadt, die ehemals Karl Marxstadt heißt und jetzt Chemnitz.

00:00:20: Und die beiden sind deswegen so spannend und interessant, weil sie sich mit einem Projekt beschäftigen dass Keinheit heißt.

00:00:28: Nein, das ist keine Band!

00:00:30: Sondern es geht um die Frage wie weit es eigentlich mit der deutschen Einheit gekommen ist und Lisa Trebs und Vanessa Bayer beschäftigen sich vor allem mit der Frage Wie ist es in der jüngeren Generation?

00:00:44: Also der Gen ZE Ostdeutschland?

00:00:46: Gibt's die überhaupt?

00:00:47: Hat es irgendwas Spezielles mit Ostdeutzsland zu tun oder was bedeutet das?

00:00:54: Gibt es so eine besondere Charakteristik oder was treibt die Genzi Ost um?

00:00:59: Und darauf freue ich mich sehr, weil ich weiß dass beide ehrenamtlich dieses Projekt betreiben und das sie sehr viel auf die Beine gestellt haben in sehr kurzer Zeit.

00:01:10: Es gibt ne Serie, ne Doku-Serie, es gibt Veranstaltungen ganz viele andere Dinge über die werden wir sprechen Und wir sind deswegen zusammen geschaltet, weil das passiert was ganz oft passiert.

00:01:23: Nämlich dass aus Deutsche bleiben oder gehen und schon die Tatsache dass man über bleiben oder Gehen redet ist.

00:01:30: speziell bei jemanden die weiß ich nicht im Nordhessen aufgewachsen ist fragt man nicht oh bleibst du in Nordhesson?

00:01:40: aber bei Leuten die in Candles aufgewachsen sind bei mir zu Hause in Thüringer Wald oder wie auch immer, da fragt man das schon.

00:01:49: Deswegen treffen wir heute Vanessa in Chemnitz und Lisa in Bonn.

00:01:56: Und das hat natürlich damit zu tun dass sie beide beruflich und was das Leben angeht an diesen beiden Orten sind.

00:02:05: Vanessa arbeitet bei einem Projekt, da geht es darum das Parlament Menschen nahezubringen und Lisa arbeitet im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit.

00:02:15: Beides also auch sehr spannende Themen die mit Demokratie zu tun haben.

00:02:21: Jetzt würde ich euch beide gerne fragen erstens Wie ist das mit eurem Aufwachsen gewesen?

00:02:29: Wusstet ihr irgendwann, dass ihr Aussies seid oder wenn ja wann ist es eigentlich passiert und wie kam es dazu?

00:02:39: Gab's da zu irgendeinen Anlass.

00:02:41: Vielleicht fängst du an Lisa.

00:02:44: Genau also ich habe mir lange Zeit eigentlich gar keine Gedanken gemacht über dieses Wording Ostdeutsch oder was Ostdeutes sein überhaupt mit mir zu tun hat weil es gar kein Thema war.

00:02:56: bei uns In der Schulklasse beispielsweise gab es eigentlich nur Eltern, die in der DDR groß geworden sind.

00:03:04: Die deswegen auch wenn sie Zeit miterlebt haben und das war quasi so der Status quo Das heißt Es hatten alle irgendwie eine ähnliche Lebensrealität.

00:03:14: bei mir kam's dann erst als ich weggezogen bin Und so ist ja der Prozess häufig.

00:03:19: das merken wir immer wieder an der Initiative Wenn wir mit jungen Menschen sprechen.

00:03:23: Dieser Ostdeutsch-Werdungsprozess ist was, was irgendwie passiert wenn man weggeht und wenn man auch westdeutsche sozialisierte Menschen trifft.

00:03:29: Und sowas bei mir eben auch.

00:03:31: ich bin dann fürs Studium nach Dänemark gegangen für meinen Bachelor.

00:03:36: Wenn ich dort auf andere Deutsche getroffen bin die auch dort studiert haben dann waren die meistens aus Frankfurt am Main oder aus München also vielen Großstädten in Westdeutschland, aber kaum jemand auch aus Ostdeutscher und das hat mich dann schon so bewegt.

00:03:53: Und war auch ein Ausgangspunkt für mich mir darüber Gedanken zu machen warum ist es eigentlich so?

00:03:59: Warum bin ich hier gerade eine der wenigen Ostdeutchen?

00:04:02: Und aber gleichzeitig auch die Frage, wenn ich dann auf andere Ostdeutsche im Ausland getroffen bin.

00:04:07: Da gab es irgendwie sofort so eine Verbindung und Connection und das hat mich dann eben auch gefragt warum ist das eigentlich so?

00:04:14: Das war für mich ein bisschen der Ausgangspunkt.

00:04:16: jetzt wohne ich ja eben auch in Bonn und dass es auch nochmal in der Art und Weise was Besonderes nicht zurückgegangen zu sein sondern wegzuleiben und noch mal an einem anderen Setting und da begegnet mir die Frage immer wieder Gerade eben auch mit dem Engagement, mit Keinheit.

00:04:35: Da gibt es dann häufig Fragezeichen, warum mich das als junger Mensch beschäftigt und warum ich mich in Bonn noch damit beschäftige jetzt wo ich gar nicht mehr in Ostdeutschland

00:04:44: lebe.".

00:04:46: Ganz viele Leute die irgendwo in Westdeutsche Hand leben erzählen mir dass es eigentlich jeder größeren Stadt einen Rotkäppchen Stammtisch gibt.

00:04:54: Gibt's denen Bonn auch?

00:04:55: Warst du schon

00:04:55: dort?".

00:04:56: Ich kenne ihn auf jeden Fall nicht aber Ich werde es mal googeln und auschecken.

00:05:01: Genau, sehr interessant!

00:05:04: Vanessa wie ist das bei dir?

00:05:06: Wurdest du irgendwann aus Deutschland?

00:05:08: Also die Frage kann ich mit Ja beantworten... ...ich wird schon behaupten dass ich als Kind wenn meine Oma in der D-Doron-Kittelschütze am Herd stand und... Moment,

00:05:16: D- Doron.

00:05:17: Müssen wir erklären was ist das?

00:05:21: Das ist ein spezieller Stoff.

00:05:26: Ich würde sagen, der ist aus Kunststoff.

00:05:29: Der ist zu hundert

00:05:29: Prozent aus Erdöl ja?

00:05:31: Ja

00:05:32: und sehr beliebt für so Strümpfe oder Kittelschützen weil man den auch schnell reinigen kann und er trocknet auch dann recht fix.

00:05:43: und ich würd sagen... Mein Schwitz

00:05:45: total.

00:05:45: darunter gibt ja dieses Klischee der ostdeutschen Hausfrau die im Sommer nur mit Kittelschütz und Unterwäsche.

00:05:51: mein schwitzt wie Blöde.

00:05:54: Hatte meine Oma nämlich auch.

00:05:56: Ich würde schon sagen, dass es ein gängiges Bild ist.

00:05:58: Dass das so die Omas hatten.

00:06:01: Und ich dachte mir halt nicht, wenn meine Oma in dieser Kitteschütze am Herd steht und Jägerschütze mit Spirelli kocht ... Jetzt bin ich aber Ostdeutsch!

00:06:09: Und jetzt fühle ich mich auch so richtig ostdeutschs.

00:06:11: Sondern das war für mich ganz normal.

00:06:14: Das war Lebensrealität.

00:06:18: Für mich war das auch erst ein Thema als ich für das Studium, für den Praktikum nach Berlin gegangen bin.

00:06:25: Dazu muss man sagen, ich bin in der Nähe von Leipzig aufgewachsen.

00:06:28: Bin dann im Chemnitz zum Studium gegangen und bin aber für ein Praktikum nach Berlin Und hab zu der Zeit natürlich auch im Chemnis studiert und irgendwie gelebt.

00:06:39: Und da wurden einem ganz viele Vorurteile auf einmal so an den Kopf geknallt.

00:06:46: Was speziell jetzt vielleicht Sachsen und Chemnitz betrifft, aber was auch noch mal gewisse so dialektale Einfärbungen von mir betrifgt, obwohl ich nicht die Personen bin, die krass sexen

00:06:56: sind ... Komm, wir wollen mal ein bisschen reden, wie wir zu Hause eingeschreten.

00:06:59: Ich komm aus guter.

00:07:02: Ich bin ehrlich, das kann nicht ... Also, ich kann das nur mit meiner Familie, also wenn ... Das werden wir jetzt so ...

00:07:07: Das wird doch wohl gehen!

00:07:08: Ich kann das auch total gut mit meiner Familie.

00:07:10: Meine Kinder sind um die, also Mitte dreißig und genau können das auch nur wenn sie mit uns zusammen sind?

00:07:17: Ja, wenn ich am Telefon bin mit meinen Eltern dann switche ich da auch sofort irgendwie rein und mein Partner ist ja auch manchmal so krass es ist so nicht Tag und Nacht aber schon ein Unterschied.

00:07:28: Und genau, das ist mir dann eben in Berlin auch passiert.

00:07:33: Vor allem mit Menschen die vielleicht eher in Bayern oder in Hessen unter NRW aufgewachsen sind.

00:07:40: und ja diese Vorteile oder dieses Anderssein ist dann erst mit dem Weggehen passiert würde ich behaupten.

00:07:48: Und für meinen Studium, den Master bin ich dann auch nach Erfurt gegangen.

00:07:52: Also ich bin geblieben und habe sozusagen diese Ausdeutsch-Werdung hier vor Ort mitgemacht.

00:07:59: Lisa hatte diesen Blick von außerhalb ein bisschen mehr...

00:08:03: Lisa wie ist es bei dir mit dem Dialekt eigentlich?

00:08:05: Ich hatte früher auch ganz starken Dialekt, den ich dann irgendwann abgelegt hab.

00:08:11: Ich habe mir lange Gedanken gemacht ob das was bewusstes oder unterbewusstes war Also am Anfang schon eher was Unterbewusstes, weil es eben herausgestochen ist und genau man ja auch irgendwie dazugehören will.

00:08:26: Und weil es einfach so viele Stereotype und Negativkonnotationen mit einem sächsischen Dialekt gibt und deswegen habe ich dann irgendwann abgelegt aber mir geht's genauso.

00:08:37: also wenn ich mit meiner Familie spreche auch am Telefon schon allein dann komme ich wieder schnell rein und vor Ort sowieso noch mal viel mehr.

00:08:46: Das ist schon ganz spannend, ne?

00:08:47: Also das würden ja auch Bayern und Württembergerschwaben niemals darauf kommen, dass es eine gute Idee ist jetzt den Dialekt nicht zu sprechen.

00:08:55: Aber Ostdeutsche besonders wenn sie diesen sächsischen Dialekt haben in verschiedener Form also meine Guter-Heimat ist ja auch Sachsenkope Guter als ich habe.

00:09:03: so ein klingt glaube ich für Außenstehende so ähnlich wie das was man in Leipzig oder Chemnitz spricht vielleicht nicht ganz so wie Dresden weil er's ja so einen Singen sagen hat Und es wird so ein bisschen angeguckt wie die sind ein bisschen dumm.

00:09:15: Also wenn man so sexisch redet, wird man nicht ganz für voll genommen.

00:09:19: Wenn man einen Dialekt raushängen oder ist es ein anderer Grund?

00:09:23: Ist das, dass man gleich die Herkunft weiß?

00:09:26: Vielleicht etwas von Beidem.

00:09:28: Ich habe auch den Eindruck, dass sexisch noch mal eine Sonderstellung hat in diesem Diskurs oder generell bundesweit, dass es mit besonders negativen Konnotationen versehen ist Und man sieht ja auch, dass jetzt sehr viele Influencer hochkommen, die auch so einen Dialektinfluencer vielleicht sind.

00:09:47: Also ihr so sächsische Mundart dann haben und ich habe schon das Gefühl, dass sich fast ein Fetisch für Sächsischen Dialekt entwickelt.

00:09:56: Ich würde gerne noch andere aus deutschen Dialekten mehr hören, also gerne mehr brandenburgisch oder ... Ja, ich meine, mit dem Vorpommern da gibt's auch ein paar Einfärbungen.

00:10:06: Ich hätt schon Lust wenn das ein bisschen diverser wird weil es gibt ja nicht diesen ausdeutschen Dialekt und sächsisch ist er auch nicht stellvertretend oder sollte nicht stell vertreten.

00:10:14: dafür stehen Es gibt so viele unterschiedliche Dialektgruppen.

00:10:18: Ja aber spannend also.

00:10:20: ich hab mir übrigens abgewöhnt in der zehnten Klasse also mitten noch in der DDR Rezitationswettbewerb teilgenommen habe und hatte mir, früher hatte man so Kassetten.

00:10:33: Und hab aufgenommen was ich sagen will.

00:10:35: Dann hab's mir dann angehört und fand es so schlimm dass ich mir innerhalb sehr kurzer Zeit abgewöhnt hab.

00:10:40: Und später wieder ein bisschen angewöhnt habe weil es auch so ein bisschen sehr heimatlos war.

00:10:45: Wir müssen einmal über Keinheit sprechen Also erst mal ganz grundsätzlich über das Projekt.

00:10:50: Ihr habt euch irgendwann entschieden zu sagen, dass mit der deutschen Einheit und der Generationen, die wir angehören, also die Gen Zee ... Das ist bisher noch nicht so richtig betrachtet.

00:11:02: Wie kam's dazu?

00:11:04: Wir haben in den Jahren-Jährigen im Jahr-Zweifel startet.

00:11:06: Und das eigentlich eher als zwei Freundinnen.

00:11:09: Wer hat ja schon erzählt, ich hatte sie weggezogen... Und Vanessa, die geblieben ist.

00:11:15: Wir sind zusammen zur Schule gegangen und dann aber eben nach dem Abi unterschiedliche Wege gegangen waren, aber natürlich trotzdem im Kontakt.

00:11:22: Das war irgendwie einst... über die wir mal gesprochen hatten und wie es uns eigentlich damit geht, obwohl wir ja so unterschiedliche Wege irgendwie eingeschlagen sind.

00:11:32: Und dann haben wir gemerkt, irgendwie geht's uns trotzdem ähnlich.

00:11:35: also dieses Thema Ostdeutschland-Ostdeutschein beschäftigt uns irgendwie und am Anfang genau war das eher ein Gefühl von okay, wir sind der schon mal zwei denen zugeht.

00:11:49: vielleicht geht es noch mehr Leuten so und da wollten wir eben auf Spurensuche gehen.

00:11:53: Wir haben dann als Filmprojekt gestartet und haben mit zehn jungen Menschen gesprochen, vor allem in Chemnitz aber auch breiter an Ostdeutschland.

00:12:01: Wie es ihnen mit unterschiedlichen Themen geht?

00:12:03: Also was betrifft sie als junger ostdeutsche Menschen in Ostdeutland?

00:12:08: Aber nicht nur also wir haben auch Leute interviewt die weggezogen sind Die auf dem Land wohnen, die in der Stadt wohn'n Auch Leute mit Migrationshintergrund um so ein möglichst breites Bild von einer jungen Generation abzubilden Und dann eben über unterschiedliche Themen zu sprechen, sei es irgendwie Erinnerungskultur und auch Wachsen.

00:12:29: Aber auch wie sie das Thema Ost-West selber wahrnehmen gleichzeitig aber auch Herausforderungen Frust mit der Region und wie man damit umgeht.

00:12:39: und eben auch das große Thema Zukunft.

00:12:42: genau Wie gestalten wir als junge Generationen den Osten auch mit?

00:12:46: Genau und das war so ein bisschen unser Ausgangspunkt und auf diesem Prozess haben wir aber gemerkt Das interessiert so viele junge Menschen und wir haben so einen Puls getroffen.

00:12:56: Und wollten da einfach gerne weitermachen, auch über das Filmprojekt hinaus und haben dann eben gestartet auch Workshops zu geben auf Podien aufzutreten

00:13:07: genau

00:13:08: und eben auch so Familie Arbeit zu machen.

00:13:10: Und dann ist es irgendwie immer größer geworden, jetzt stehen wir wo wir

00:13:13: stehen.".

00:13:14: Jetzt kennen ganz viele Leute Keinheit!

00:13:16: Wir werden euch auf jeden Fall diese Interviews hier verlinken und dann wisst ihr auch wie ihr weiter anschauen könnt was kein halt so macht.

00:13:25: Ich finde dieses Film-Doku wirklich sehr, sehr spannend auch weil sie so unterschiedlich ist und daran klüpft sich ein bisschen.

00:13:31: meine nächste Frage Gibt's eigentlich Sachen... wo ihr sagt, das haben eigentlich alle erzählt?

00:13:39: Ich würde sagen es gibt gar nicht diese eine Position in dieser Doku.

00:13:46: Weil wir eben zehn verschiedene Personen haben die unterschiedliche unterschiedliches aufwachsen haben, also mit Menschen oder mit Elternteilen die vielleicht auch migriert sind.

00:13:57: Die vielleicht um die Wendezeit gekommen sind und das sind ja nochmal ganz andere Lebensrealitäten als mit Elternteilen, die vielleicht schon länger hier vor Ort auch leben.

00:14:07: Und wir haben auch gemerkt dass diese Frage gibt es diese ostdeutsche Identität?

00:14:13: Was bedeutet das für dich nicht pauschal von allen... gleich beantwortet wurde und dass es da auch unterschiedliche Wahrnehmungen gibt von, ich weiß es noch nicht so richtig für mich wie sich das ausgestaltet oder ich fühle mich auf jeden Fall Ostdeutsch.

00:14:28: Aus den und den Gründen und das sind dann auch wieder unterschiedliche Gründe und andere haben dann aber auch gesagt nee ich fühl mich nicht speziell Ostdeutzsch.

00:14:37: Aber ein ganz schönes Beispiel ist auch immer Maslum, was wir anbringen.

00:14:40: Weil Maslumb von sich selber sagt dass er Sachse mit Migrationshintergrund ist und das mehr so diesen regionalen Bezug hat und natürlich auch den Bezug zu seinen Eltern.

00:14:54: Und es ist irgendwie verschön zu sehen, dass es da viele unterschiedliche Ausprägungen gibt die wir versuchen zu zeigen.

00:15:00: also es gibt nicht diese eine Identität Und du bist auch nicht daran gebunden, dich so zu definieren.

00:15:08: Du darfst dich selber definieren und das darf ganz vielfältig sein.

00:15:12: Dafür plädieren wir immer ein bisschen, dass es noch viele andere Facetten gibt von Menschen und dass es einen Teil ist der vielleicht auch relevant ist für Menschen.

00:15:22: aber wir sagen jetzt nicht, dass sich dann alle so outen sozusagen müssen sondern uns wichtig einfach den Raum zu geben sich damit auseinandersetzen zu können.

00:15:30: Aber

00:15:31: ich finde was vielleicht schon aufgefallen, das ist in der Doku und wir hatten vorher auch einen längeren Prozess um Leute quasi auszuwählen.

00:15:39: Um eben auch diverse Stimmen zu zeigen war dennoch dass alle irgendwie den Osten mitgestalten wollten und das auf ganz unterschiedlicher Art und Weise sei es nun auf politischer Ebene oder kulturell Musikalisch.

00:15:54: Wie auch immer, irgendwie gabs immer so einen Willen irgendwas zu machen und das dann eben auch umzusetzen.

00:15:59: also wir haben einfach eine sehr aktive Generation in diesen Interviews auch erlebt und es war voll schön zu sehen und gibt auch

00:16:06: Mut.

00:16:08: Du sagst dass Schichwort Mut gerade und das wäre eigentlich schon meine Frage ist es eigentlich braucht man ein bisschen mehr Mut zu sagen ich bin aus deutsch als zu sagen Ich bin hessin oder irgendetwas?

00:16:19: Ich glaube mittlerweile gar nicht mehr so, also wir erleben schon auch dass unsere Generation viel selbstbewusster mittlerweile auch mit einer Ausprägung umgeht.

00:16:29: Ich sage mittlerweile auch allen Leuten, wo ich herkomme und was...

00:16:32: Ungefragt quasi übrigens!

00:16:34: Genau

00:16:35: das ist auch irgendwie wichtig ist, dass diese Stimme auch... gesehen werden, dass man eben nicht nur denkt mit Sachsen ist ein bestimmtes rechtes Bild zum Beispiel in Verbindung gebracht.

00:16:45: Sondern Leute wissen dann auch okay Lisa kommt aus Sachsen und ist irgendwie gar nicht so wie diese Stereotypel-Bild und damit bricht man ja auch auf.

00:16:53: also ich glaube dieses Selbstbewusstsein tut eigentlich auch richtig gut.

00:16:57: Ja, der Osten ist blau.

00:16:59: Der Osten rechts.

00:17:00: Ich sehe schon wieder die Zeitungsüberschriften vor mir bei irgendwelchen Wahlen.

00:17:05: Schon fast egal welche Wahlen aber die Überschrift irgendwie AfD hat verloren.

00:17:11: in Mecklenburg-Vorpommern waren gerade ein paar kommunal Entscheidungen, die findet man halt dann doch leider ganz selten.

00:17:18: Und deswegen funktioniert das ganz gut mit dem Stereotyp.

00:17:20: Wer hat es auch ganz oft gefragt in Berlin von Journalistinnen und Journalisten?

00:17:24: Wieso ist denn der Osten so rechts?

00:17:26: wenn man sich dann bestimmte Regionen In Hessen in Baden-Württemberg in Bayern anschaut, dann sieht man Der Unterschied ist da nicht so groß im ländlichen Räumen Auch wenn es eine andere Geschichte hat.

00:17:36: aber Die Zuschreibung ist schon Ganz schön krass.

00:17:40: also deswegen habe ich glaube ich mit eurem Projekt auch wirklich ein einen guten Nerv getroffen, um mal zu sagen ne übrigens es sind ganz stabile Leute und für dieses auch ein bisschen schwerer dort wo sie sind in Ostdeutschland zudem zu stehen.

00:17:56: Also am Brandenburger Tor ist ja ganz einfach eine Demo für das Gute und Schöne zu machen.

00:17:59: wenn man das im Bauzen macht ist das ein bisschen was anderes.

00:18:02: da kann schon passieren dass man nochmal auf andere Weise angefeindet wird und so und ich finde Ein wichtiger relevante Unterricht.

00:18:10: Das meinte ich so ein bisschen mit dem Mutiger, aber was die Identität angeht, da sagt ihr, da muss man jetzt nicht besonders mutig sein um sich auf die eigene Herkunft zu beziehen.

00:18:22: Also wir merken schon bei der jüngeren Generation, also Generation Z., die von siebenundneinzig bis ... Also, es ist immer ein bisschen fließend.

00:18:29: Wir sagen so in Jahrzehnts, Jahrzehn-Zwölf geboren ist.

00:18:33: Merkt man schon dass die schneller selbstbewusster damit werden während ich wenn ich jetzt noch an anderen Räumen unterwegs bin wo vielleicht eher eine Bändegeneration auch mitsitzt sehr oft auch höre aber wir müssen selbstbewuster damit werden das wir aus deutsch sind und wir müssen Transformationskompetenz hervorheben.

00:18:55: Jenny macht das schon von alleine mit auch, dass sie sich das aneignet und auch weil der Diskurs vielleicht noch mal präsenter und diverser geworden ist in den letzten Jahren.

00:19:08: Es gibt ja so ganz viele Vorurteile oder Zuschreibungen also die Ostdeutschen sind abgehängt und gerade nicht selbstbewusst gibt auch Sachen die real sind, zum Beispiel der Unterschied bei Einkommen oder Erbschaften oder Vermögen oder sowas.

00:19:24: Aber würdet ihr sagen es gibt von diesen Zuschreibungen Sachen, die man eigentlich von negativ auf positiv drehen könnte?

00:19:31: Also Transformationserfahrung ist für mich jedenfalls so ein Ding dass man schon sagen kann ja das sind Leute die haben Erfahrung gemacht die hat In Westdeutschland eigentlich niemand gemacht von einem System auf das andere.

00:19:44: Das ist ja auch über Generationen weitergetragen, also dieses Wir haben es geschafft oder wir haben es eben nicht geschafft Es war eine Verlusterzählung Oder eben... Wir haben's hinbekommen und es war nicht einfach.

00:19:55: Wie guckt ihr da drauf?

00:19:57: Gibt so was man umdrehen kann.

00:19:59: Ich glaube wo man auf jeden Fall hinschauen kann Ist dass schon mit den Nullerjahren Ja also Sollen wir nochmal Null Jahre erklären, Baseball-Schlägerjahre

00:20:09: Ja, erklär kurz.

00:20:10: Ich bin nicht sicher ob alle wissen die hier zuhören was es ist genau?

00:20:14: Genau, es kam mir dann so der Begriff auf Baseballschlägerjahre wo eben Rechte und Rechtsextreme sehr präsent waren wo viel auch Gewalt eskaliert ist gegenüber migrantischen Menschen aber auch gegenüber Menschen die sich einfach engagiert haben.

00:20:31: Und wir bekommen jetzt auch immer wieder zu hören dass das jetzt so ein Baseball-Schläger Jahre zwei Punkt Null gibt Und dass es wieder aufkommt auch in unseren Workshops, wenn junge Menschen erzählen das sie auch ein bisschen Angst haben sich vielleicht ja progressiver oder anders zu äußern.

00:20:48: Oder wenn's auch Angriffe gibt aufs Jugendklubs.

00:20:51: und gleichzeitig kann man aber auch dahin schauen weil viele Menschen vor Ort schon sehr lange daran arbeiten rechte Strukturen einzuhägen Strategien entwickelt haben.

00:21:02: Dagegen und Strategien entwickeln, das Ganze diverse zu gestalten, Räume zu öffnen, demokratische Räumes zu gestalten.

00:21:12: Und das ist auf jeden Fall auch was wo man lernen kann von... diesen Strukturen vor Ort und sich fragen kann, wie können wir das vielleicht auf andere Regionen jetzt auch anwenden?

00:21:25: Weil es natürlich ein Problem ist und Herausforderung die bundesweit stattfindet.

00:21:30: Und damit hinzuschauen zu den Menschen, die das schon seit Jahrzehnten machen oder krasse Arbeit leisten, auch wie wir schon gesagt haben mit viel weniger finanziellen und personellen Ressourcen.

00:21:41: Ja, das ist vielleicht sowas wo man ja vielleicht nicht von umdeuten reden kann aber was man hervorheben sollte und auch das als Lernort oder so sehen sollte.

00:21:52: Oder, dass ist auch einer der Gründe weshalb wir uns mehr mit intergenerationalem Austausch beschäftigen weil wir eben sagen Wir können als junge Generationen auch super viel lernen von älteren Generationen und gleichzeitig gibt es auch einen Unverständnis dafür warum uns bestimmte Themen noch beschäftigen also dass man einfach aus einem intergenerationellen Raum nochmal richtig viel ziehen kann.

00:22:14: Was sind das für Fragen, die euch beschäftigen?

00:22:17: Die vielleicht eure Altersgenuss in Westdeutschland nicht beschwertigen.

00:22:23: Also schon nochmal dieses Thema strukturelle Ungleichheit zwischen Ost und West.

00:22:28: also wir kennen ja alle die Karten auf denen man quasi die Teilung Deutschlands noch mal nachvollziehen kann wenn es Erbe betrifft Löhne usw.

00:22:38: Das ist natürlich auch was, was andere Generationen betriffe.

00:22:40: aber uns betriffte das ja auch nochmal In dem Sinne, weil es unsere Zukunft auch mitbestimmt und immer davon gesprochen wird.

00:22:48: Dass man thirty-fünf Jahre nach der deutschen Einheit hier nicht mehr darüber sprechen sollte oder auch ein gewisses Gefühl oder ein Unverständnis da ist warum wir das als junge Generation noch tun Und wenn wir aber genau dorthin schauen Auch inwiefern wir beispielsweise bestimmte Führungspositionen anstreben können und so weiter oder da überhaupt einen Zugang zu haben, dann betrifft uns das ja natürlich sowohl auf einer persönlichen Ebene als auch gesellschaftlich.

00:23:18: Genau also das ist auf jeden Fall eins der Themen.

00:23:23: Ich mache jetzt mal ein Beispiel für den intergenerationalen Austausch.

00:23:27: Gibt es etwas... ich bin sechsundsechzig geboren, gibt es etwas wo ihr sagen würdet dass habt ihr wirklich verkehrt gemacht?

00:23:35: die Frage, wollten wir immer schon mal stellen oder die Frage stellen wie immer den Leuten aus deiner Generation?

00:23:40: Ich weiß es gar nicht so richtig.

00:23:45: Ich glaube gar nicht unbedingt so eine Frage oder auch ich glaube dieses ihr habt irgendwie einen Fehler gemacht oder so ist weniger präsent in Ostdeutschland.

00:23:56: dazu gibt's auch ein paar wissenschaftliche Belege oder Daniel Kuhnjagg zum Beispiel hat dazu weitere geleistet, wo es darum geht dass wir als junge Generationen ja auch mitbekommen haben wie viele Leute in unserem Umfeld gestruggelt haben.

00:24:13: Also Probleme hatten, Herausforderungen hatten mit der Wendezeit und dadurch sozusagen auch eine gewisse Art von unterstützender Haltung dabei hervorgekommen ist und die fühle ich schon auch.

00:24:24: also Man könnte natürlich sagen, dies und jenes war falsch oder man hätte die deutsche Einheit anders gestalten können.

00:24:32: Oder in der Nachwendezeit hättest du dich doch auch für dieses und jenas engagieren können aber dadurch dass man irgendwie weiß das es so ein krasser Systemumbruch war und dass viele Leute erst mal wieder irgendwie von vorne anfangen mussten oder komplett neues System ja auch erlernen mussten Und sich dadurch ja auch Folgen für Familie usw.

00:24:51: ergeben haben Dass man deswegen vielleicht Genau, gar nicht so eine Schuldzuweisung hat in dem Sinne sondern eher auch eine unterstützende Erhaltung.

00:25:01: Ich denke auch an uns ist es jetzt gar nicht daran das zu bewerten wie das bewerkstelligt wurde.

00:25:08: im Endeffekt oder im Nachhinein kann man immer sagen Das hätte der ja besser machen können, jetzt ist man ja klüger sozusagen mit dem Blick von heute.

00:25:17: Für uns ist es mehr die Herangehensweise dass wir versuchen Dinge zu hinterfragen und zu verstehen, die passiert sind auch den Menschen einfach passiert sind älteren Generationen und das vielleicht auch noch mal kritischer zu hinter fragen wenn's jetzt auf Leben in der DDR oder so geht.

00:25:42: Wie da Leben ausgestaltet wurde, aber wie die Einheit von der älteren Generation gestaltet würde liegt glaube ich nicht bei uns dann das zu bewerten sondern jetzt auch damit umzugehen und so schauen wir von hier aus weitergehen mit diesem Blick nach vorne und zu fragen was wir uns wünschen und wie wir das bewerkstelligen können gemeinsam.

00:26:05: Und das ist doch die Frage, die ich als Nächstes habe.

00:26:08: Also ihr arbeitet ja selber einfach daran und sitzt jetzt nicht irgendwo auf den Sofa und sagt wir wünschen uns gerne dass das passiert für die deutsche Einheit sondern eigentlich ganz das Gegenteil.

00:26:21: wenn ihr jetzt formulieren solltet was muss eigentlich passieren damit das K weg kann aus eurem Titel?

00:26:31: also Ich hoffe das K bleibt auch ein bisschen Weil es heißt ja nicht, dass wir alle irgendwie gleich werden müssen mit einer Einheit.

00:26:42: Wir verstehen oder wir würden den Einheitsbegriff auch eher als Einheit in Vielfalt sehen.

00:26:49: Es gibt viele tolle regionale Unterschiede die auch gerne bleiben dürfen.

00:26:54: Auch zum Beispiel so dialektale Sachen wie wir es vorhin schon gesagt hatten sind ja auch so Besonderheiten die eine Einheit vielfertig machen und bereichern Und das sollte auch so bleiben dürfen.

00:27:04: Aber wenn es jetzt vielleicht um so strukturelle Ungleichheiten geht, solltest schon noch darum gehen dass Lebensverhältnisse dann aus einem fest angeglichen werden damit sich vielleicht oder damit die Wahl ob man bleibt oder geht ein bisschen freier werden kann.

00:27:19: weil ist ja immer die Frage ist unter welchen Bedingungen stelle ich mir diese frage und wie frei da kann ich das denn wirklich wählen?

00:27:28: genau das wären zum beispiel so wichtige Also so wichtige Themen, also auch vielleicht eine Debatte um Grunderbe oder ja.

00:27:38: Finde ich sehr spannend.

00:27:41: Ich

00:27:42: dachte gerade daran dass es ja in beide Richtungen Unterschiede gibt.

00:27:45: Das eine ist das was du gerade angesprochen hast.

00:27:49: Es gibt viel weniger Erbschaften und viel weniger Vermögen in Ostdeutschland und man kann nicht damit rechnen dass man die zwei Wohnungen erbt von denen weiß ich nicht Eltern Großeltern Und damit ausgesorgt hat und sich auf andere Sachen konzentrieren kann.

00:28:04: Viele Rückkehrerinnen erzählen mir jedenfalls, sie tun das weil das mit der Verbindung von Beruf und Familie in Ostdeutschland sehr viel selbstverständlicher ist die Strukturen auch besser sind also nach wie vor mehr verlässliche Kita-Plätze, Ganztagsplätze da sind und dass in Westdeutschen nach wie nicht der Fall ist, sodass man auch so einen Unterschied auch nochmal in die andere Richtung hat.

00:28:29: Und zwar sowohl von der Einstellung und Haltung her wie von den Strukturen her.

00:28:34: würdet ihr sagen dass wir an sich sehr viel mehr voneinander lernen könnten also gerade in solcher Weise?

00:28:44: oder habt ihr das Gefühl es sind dann eben individuelle Entscheidungen und darüber wird dann gar nicht lange geredet?

00:28:49: Also ich denke es wäre schön, wenn wir uns darüber mehr unterhalten könnten und wenn's dann mehr Räume für gelbe.

00:28:55: Wir versuchen das auch immer mehr also gerade auch bei dem Thema Transformation, Transfumationsausgestaltung.

00:29:02: Das ist natürlich nochmal eine besondere Situation in Ostdeutschland seit den neunziger Jahren usw.

00:29:07: Aber trotzdem hatte man ja zumindest auf wirtschaftlicher Ebene Also gibt es ja auch Transformationsräume deutschlandweit und da voneinander mehr ins Gespräch zu kommen.

00:29:15: Das passiert ja auch schon zum Teil, aber genau das auch einfach zu nutzen finde ich total hilfreich weil das erweitert ja auch den Horizont und die Möglichkeiten von denen man

00:29:30: eben einfach lernen kann.

00:29:32: Aber erzählt ihr davon?

00:29:33: Erzählst du in Bonn davon wie Du aufgewachsen bist also dass wahrscheinlich hättest du ein Schlüssel mit fünf Oder mit sieben weiß ich nicht.

00:29:40: Und bis alleine nach Hause gekommen und es war selbstverständlich eine Ganztagsbetreuung zu haben, also ich fragte das deswegen weil in den neunziger Jahren als ich im Bundestag gekommen bin, das Wort Rabenmutter gelernt habe – ich kannte das vorher nicht!

00:29:54: Und ich wurde gefragt, ob ich mich als Rabenmutter fühle.

00:29:56: Weil doch jetzt meine Kinder in Thüringen auf dem Dorf sitzen mit dem Vater und ich bin in Ersbonne und dann Berlin unterwegs und wie sich das eigentlich anfühlt.

00:30:06: Ich musste mich irgendwie tausendmal erklären.

00:30:09: Und ich kannte dieses Wort gar nicht, weil ich so eine Selbstverständlichkeit hatte darin, dass beide Eltern natürlich berufstätig sind.

00:30:15: Ja, ich hatte Sehnsucht nach meinen Kindern, die hatten Sehmsucht nach mir aber es war niemals die Frage ... Ob ich kategorial eine Versagerin bin, weil ich doch auf die Idee komme.

00:30:26: So eine Art von Karriere einzuschlagen?

00:30:28: Also redest du in Bonn darüber?

00:30:30: Ungefragt so oder wie sieht das aus?

00:30:33: Un gefragt vielleicht nicht aber im Gespräch mit Freundinnen natürlich irgendwie schon.

00:30:39: Weil also in meinem Umkreis bekommen gerade auch einige meiner Freundinnen

00:30:45: Kinder

00:30:46: und da ist es natürlich schon Thema.

00:30:50: Aber ich hab das Gefühl, und es ist dann natürlich auch im freundschaftlichen Rahmen.

00:30:55: Natürlich ist da irgendwie eine Offenheit darüber zu sprechen und auch über Prägung zu sprechen wie man Sachen machen kann.

00:31:03: aber natürlich kriegt man immer von der Sozialisation was mit und nimmt davon ja auch wiederum was mit.

00:31:12: Ich werde's wahrscheinlich auch wieder ähnlich machen als meine Eltern einfach weil... Ich das so kenne und weiß irgendwie auch gut liefern, dann muss man sich eben so einpegeln.

00:31:21: Ist ja was aus dir geworden, ne?

00:31:22: Obwohl... Genau!

00:31:24: Ja und es ist als ich sagte für Frauenrollen total.

00:31:27: Ich finde ja da dass meine Mutter, meine Großmutter alle Mütter meiner Freundinnen haben selbstverständlich gearbeitet und niemand von uns hatte das Gefühl, dass sie vernachlässigt sind.

00:31:37: Und um ehrlich zu sein haben wir diese Freiheit natürlich genossen die wir hatten weil wir miteinander Sachen machen konnten.

00:31:43: Das schon nicht unerheblich Genau.

00:31:48: Ich finde auch gleichzeitig eröffnet oder haben wir jetzt als vielleicht jüngere Generation noch mal die Chance, so den Diskurs darum zu erweitern wenn es um Aufteilungen von so Kehrarbeit geht und wer vielleicht dann auch die Mehrbelastung trägt.

00:32:02: Weil wenn ich auch in meinem Familienumfeld schaue, ist es natürlich trotzdem so dass bei ätheren Generationen da trotzdem viel mehr Belastung im häuslichen Umfeld einfach da ist.

00:32:13: Und das ging ja auf vielen Frauen so, wenn man den Diskurs um Ostdeutschland unter DDR mitverfolgt.

00:32:20: also Können wir jetzt auch glaube ich das nochmal erweitern und noch mal vielleicht gerechter gestalten, dann als Generation?

00:32:29: Voll.

00:32:29: Also ich meine es war ja nicht so in der DDR dass die Kehrarbeit gleich verteilt waren.

00:32:34: also die Frauen haben zwar gearbeitet aber sie haben trotzdem mehr Putzen und mehr weiß ich nicht alles was so ist an Familienarbeit unternommen.

00:32:45: Ich würde gerne noch auf ein anderes Thema kommen, weil ich gelernt habe ihr seid mit dem Projekt auch in Osteuropa gewesen.

00:32:53: Wieso jetzt nicht in Frankreich oder Dienemark?

00:32:54: Sondern in Warschau war der glaube ich und in Budweiß.

00:33:02: also wie kam es dazu und warum nicht das andere?

00:33:05: Wir sind ja hier in Chemnitz mit der Kulturhauptstadt auch gestartet Mit der Serien-Doku wir hatten eine kleine Mikroförderung Und dann gab es die Option auf einen Open Call, wo man auch intergenerationales Arbeiten eben nochmal stärker fokussieren konnte.

00:33:22: Und natürlich im Rahmen der Kulturhauptstadt war's auch wichtig noch europäischer Partner zu finden und für uns war es wichtig, Partner zufinden, die eine ähnliche Geschichte haben also auch Transformation um neunundachtzig-neunzig eben erlebt haben, aber natürlich auf eine ganz andere Art und Weise.

00:33:43: Also haben wir nach Ostmillerupper geschaut und gleich an die Nachbarn uns gewandt – nach Polen und Tschechien!

00:33:50: Und sind da auch tolle Organisationen getroffen.

00:33:53: in Polen & Warschau hatten wir Warschen des Bravers an unserer Seite.

00:33:57: Das sind richtig krasse junge Menschen, wirklich hochprofessionell auch die Themen der Genzi in den Diskurs in Polen mitbringen.

00:34:08: Also, die da wirklich progressiv vorangehen.

00:34:11: und in Tschechien im Bootweis hatten wir Prospellum und Majoris an unserer Seite also eine Kombi aus jungen Menschen und Menschen, die schon länger auch so Erinnerungsarbeit- und Erinnungskultur machen.

00:34:23: Und da sind wirklich tolle Sachen entstanden!

00:34:26: Wir haben mit den Workshops gemacht.

00:34:29: Ich war selber in Polen dabei, deswegen kann ich jetzt kurz noch dazu einen Einblick geben.

00:34:33: Da wurde das erste Mal so deutlich dass sich diese Generation auch mit der familiären Geschichte auseinandersetzt weil sie sonst eher auf einer gesellschaftlichen Ebene damit auseinandergesetzt wird.

00:34:43: Sozialismus ist das Schlimmste was uns passieren konnte und wir sind froh dass es vorbei ist Und das ist so.

00:34:50: das was Sie wissen diese familiäre Aspekt, ist aber dann so ein bisschen runtergefallen und viele haben dann so Fotos mitgebracht.

00:34:57: Und sich das erste Mal damit auch auseinander gesetzt und fanden es richtig schön einen Raum zu haben, darüber reden zu können.

00:35:04: Und daraus sind tolle Collagen entstanden die wir jetzt in einer Ausstellung präsentieren konnten Ende letzten Jahres, die hoffentlich auch mal wandert.

00:35:12: Die Idee ist dass sie auch an andere Orte wandern kann.

00:35:15: Genau

00:35:16: Es ist ja ganz spannend, dass die Revolutionserfahrung und die Widerstandserfahrungen in den Ost-Europäischen dann sehr unterschiedlich sind.

00:35:22: Also in der DDR waren wir halt ein paar wenige im Polen solidarisch da waren total viele und heute ist es so das sowohl die Leute, die gerade in der Opposition sind wie sie gerade in Regierung sind auch wenn sich das wechselt immer alle von solidarischer kommen oder deren Nachfolger sind und es ist schon eine andere Kiste als in Deutschland.

00:35:42: oder in Tschechien gab's halt die Karte größere Bewegung, als es sie jemals in der DDR gegeben hat.

00:35:49: Und es gibt halt kein Westdeutschland.

00:35:52: also Westeuropa ist ja nicht dasselbe wie man spricht die gleiche Sprache und vereinigt sich dann mal ganz schnell und dann geht das schon Suche Aber Lisa du hattest angehoben?

00:36:01: Ich

00:36:01: war nämlich in Tschechien mit dabei im Bootweis und es war auch ganz spannend damit zwei unterschiedlichen Organisationen zu arbeiten.

00:36:08: und genau Mayades ist eben ein Festival jährlich stattfindet und in Budweiß dann eben auch von Abiturienten organisiert wird, also genau.

00:36:22: Und das war auch der Kontext wo wir dann Workshops mit durchgeführt haben und ich kann es total überraschend wie reflektiert – selbst schon im Schulkontext die jungen Menschen waren in Bezug auf ihre eigene Geschichte und was das mit ihnen selbst zu tun hat.

00:36:37: Und die haben auch super viele eigene Familiengeschichte mit reingebracht, mit Bildern und Geschichten.

00:36:43: Und haben das da auch sehr offen geteilt.

00:36:45: Also es war richtig schön zu sehen was dafür eine Offenbarkeit da ist, das untereinanderzuteilen aber eben auch mit uns und da auch zu schauen, was sind da eben auch Gemeinsamkeiten und Unterschiede?

00:36:57: Und du hattest ja jetzt auch schon angesprochen der Unterschied ist eben dass man in dem Sinne keinen zweiten Teil hatte.

00:37:03: also Deswegen auch die Erzählung danach eine ganz andere ist als die, die wir auch in Deutschland irgendwie erleben über die nachwande Zeit.

00:37:12: Wie ist das mit euren eigenen Familien?

00:37:13: Also wenn ihr darüber reden wollt habt ihr eure eigenen Verwandten auch irgendwann damit konfrontiert.

00:37:20: also positiv oder negativ wie finden die dass ihr das macht?

00:37:23: Ja meine Eltern sind da sehr supportive.

00:37:26: sie freuen sich dass ich mich mit dem Thema beschäftige.

00:37:31: Aufgrund dessen sind wir auch noch mal stärkerns Gespräch gekommen.

00:37:34: Viele Dinge, die früher vielleicht auch mal beiläufiger erzählt wurden haben für mich jetzt mehr Kontext und kann ich besser einordnen was passiert ist und wie sich meine Eltern damit gefühlt haben.

00:37:48: also daraus entstehen natürlich sehr schöne Gespräche.

00:37:52: es gibt aber auch für mir Mitglieder die glaube ich nicht ganz verstehen was man da macht.

00:37:57: Aber vielleicht eher aus einem Aspekt von Engagement in der Art und Weise kann ich gar nicht nachvollziehen, weil es die Möglichkeit oder weil sie gar nicht denken das ist so eine Möglichkeit gibt auch neben Arbeit.

00:38:11: Weil Engagement muss man sich eben auch leisten können.

00:38:13: Und wenn man die zeitlichen und finanziellen Ressourcen dafür nicht hat dann ist das natürlich nicht machbar und man kann sich gar nicht vorstellen was macht Vanessa da eigentlich?

00:38:25: Ich wusste auch lange Zeit nicht, wie ich es meinen Eltern erzählen soll.

00:38:29: Weil ich eben vorher schon viel auf Gegenwind gestoßen bin in Bezug darauf, warum ich mich damit als junger Mensch beschäftige und irgendwie genau... Wusste ich da nicht so ganz, wie ich mit Ihnen daran treten soll.

00:38:44: Aber als Sie es dann wussten waren wir auch voll supportive und also unterstützen das auch.

00:38:50: Und meine Eltern haben sowieso im Familienkontext schon immer viel über die DDR-Zeit gesprochen.

00:38:56: Das war auch am Abendbrotstisch oft ein Thema auch Vergleiche zu ziehen von damals bis heute.

00:39:03: aber was... Jetzt durch die Initiative noch mal stärker geworden ist, dass wir uns auch mehr über Nachwendezeit unterhalten haben.

00:39:10: Weil das war lange irgendwie so eine Blackbox für mich was meine Eltern oder Familie generell dann so erlebt hat weil es eben auch viel mit Schmerz verbunden war.

00:39:20: Würdest du dir sagen, es gibt eine neue Ost-Identität Gen Zee?

00:39:25: Also keine, die wir jetzt pauschal wo wir den Finger drauf legen könnten und sagen könnten Das ist die Ost Identität der Gen Zie.

00:39:32: Weil wir sagen, es gibt nicht diese eine Identität.

00:39:35: Und Identität ist vielfältig und vielschichtig.

00:39:39: Es gibt unterschiedliche Marker für unterschiedliche Personen, woran sie das festmachen.

00:39:45: Für uns in der Initiative selber würde ich sagen... Wir legen dann großen Wert drauf, dass wir eben keine Austalgie-Schiene haben.

00:39:54: schon konstruktiv mit Geschichte, DDR und Wendezeit auseinandersetzen.

00:39:58: Aber das auch als Ausgangspunkt nehmen um dann eben zu fragen okay wie machen wir jetzt aber damit weiter?

00:40:04: also?

00:40:04: Wir können das ja tot analysieren, aber wie kommen wir von hier jetzt auch so einem Ort wo wir vielleicht in Zukunft gerne leben wollen?

00:40:12: Wie stellen wir uns das vor?

00:40:14: Und das funktioniert eben auch nur mit einem Verständnis für Vergangenheit, also warum sind Strukturen gerade so wie sie sind?

00:40:20: Warum fühlen sich Menschen vielleicht nicht gehört und nicht gesehen.

00:40:25: Ja ohne das zu betrachten haben wir gar kein Verständniss davon und deswegen versuchen wir da ja einen schönen Mittelweg sozusagen immer mit dem Blick nach vorne.

00:40:37: eben die Vielfältigkeit von Identitäten und das ist immer richtig wichtig hervorzuheben, weil es eben genauso wie es nicht in einen Osten gibt.

00:40:45: Die eine aus deutschen Identität gibt sondern die vielschichtig ist.

00:40:49: Und die Zukunft, die ihr euch vorstellt, die ist natürlich auch viel schrägte ich mir.

00:40:54: also würde ich mir auch so vorstellen Wie kommt man da am besten hin?

00:40:59: mit der E-Schwalbe oder?

00:41:02: Wie macht man das?

00:41:03: Die E-Schweibe steht für mich so ein bisschen führende.

00:41:05: Man darf ja auch eine Tradition haben und irgendwie in Westeroschland viele meiner Freunde erzählen immer von der Vespa oder keine Ahnung davon, dass immer die Frage war hast du nicht liege weiß oder eben nicht?

00:41:19: Und es gibt ja da auch ganz viele solche Traditionen, die mit Produkten oder mit Rezepten zu tun haben.

00:41:26: ihr habt euch auch mit Eierschecke intensiv beschäftigt bis jetzt.

00:41:31: Also ich bin draußen bei Eierschäke, aber trotzdem ein ganz wichtiges Thema.

00:41:37: Eierschecke-wichtiges Thema ja?

00:41:39: Ja voll!

00:41:40: Genau.

00:41:41: Man muss auch gar nicht alles ablegen von damals, weil wir haben schon erwähnt das ist was mitgegeben wird und was einen prägt und was man weiter geben kann.

00:41:54: Das ist ja gar nicht auszuschließen, aber gleichzeitig ist es eben wichtig... das nicht ausgrenzen zu gestalten und exklusiv, sondern eben möglichst vielfältig.

00:42:07: Und dann auch in die Zukunft schauen.

00:42:09: Also dass wir eben nicht nur behanen an diesen Vergangenheitsstrukturen, sondern mit dem offenen Blick in die zukunft schauen.

00:42:16: Da haben wir mit der ostdeutschen Genzi auf jeden Fall eine Generation, die mit anpackt und da Lust hat was mit zu verändern.

00:42:23: Die E-Schweibe ist vielleicht ein schönes Bild?

00:42:26: Ich überleg mal... übers Wochenende, ob ich vielleicht auch noch ein schönes Bild finde.

00:42:32: Ich würde schon sagen – also ich bin bei Lisa auf jeden Fall – ich würde aber schon sagen dass es viel darum geht wie ob sich Menschen gesehen fühlen und gehört führen und dass wir da stärker daran arbeiten müssen weil eben junge Menschen, Genzi und dann jetzt die Journal-Fahrt, die noch kommt, keine eigene Lobby haben.

00:42:52: Wir haben keine Wirtschaftskraft An der Wahlurne sind wir jetzt auch nicht so stark vertreten, einfach numerisch gesehen und es gibt keine Lobby sozusagen für uns.

00:43:03: Wir müssen das selber irgendwie machen und selber Stimmen einbringen und das versuchen wir eben mit der Initiative zuhören, junge Menschen einladen und ernst nehmen also nicht ständig fragen.

00:43:15: Das ist aber putzig dass ihr euch noch dafür interessiert warum denn?

00:43:20: Sondern wirklich auch konstruktiv irgendwie mit denen auf Augenhöhe sprechen.

00:43:26: Das wäre für mich auch sehr wichtig, dass wir die einfach ernst nehmen weil sie können auch ganz viel erzählen und haben da schon auch selber jetzt Herausforderungen im Leben von den wir lernen sozusagen könnten.

00:43:40: Ich muss jetzt einmal noch kurz erklären.

00:43:41: also die Eierschäke ist der sächsische Saumagen ne?

00:43:46: Also es ist ein Kuchenritz was man in Sachsen kennt.

00:43:50: Nicht dass jetzt hier alle sich fragen, was ist das?

00:43:52: Und dann googelt man und denkt es gibt irgendwie ... ich weiß nicht ein technisches Gerät oder so.

00:43:58: Nein, es ist einfach ein Kuchenrezept!

00:44:00: Daran scheiden sich die Geister.

00:44:02: Ich habe eine letzte Frage an euch beide und zwar wenn ihr euch frei aussuchen könntet wo ihr am liebsten wohnt völlig unabhängig davon.

00:44:15: Also nehmen wir an, der Traumjob ist dort und die Family, die ihr habt oder haben wollt über ihr auch immer... Was wäre der Ort?

00:44:26: Wisst ihr ja irgendwo in Deutschland?

00:44:27: Ist ja nicht in Deutschland.

00:44:31: was ist der Ort, an den ihr am liebsten gehen würdet?

00:44:33: Was ist Heimat?

00:44:37: Ich finde die Frage richtig schwer weil ich mich jetzt hier in Bonn auch schon verwurzelt fühle.

00:44:44: Ich wohne jetzt auch seit fünf Jahren hier und habe ja einfach Freunde, ein Netzwerk und genau mir gefällt es hier eigentlich auch voll gut.

00:44:55: aber gleichzeitig ist für mich Leipzig und die Region drum herum schon eben irgendwie der Ort wo ich auch aufgewachsen bin und wo meine ganze Familie auch lebt und wo ich weiß, da ist einfach super viel Familiengeschichte auch passiert.

00:45:12: Also für mich ist das gleichzeitig auch einfach ein Ort der mir super wichtig ist und vielleicht auch Heimat bedeutet.

00:45:19: aber ich war ja auch viele im Ausland unterwegs.

00:45:21: deswegen also genau ich finde es voll schwierig.

00:45:24: Ich habe mir auch schon öffig die Frage gestellt was ist zu Hause eigentlich für mich?

00:45:28: Und ich glaube es gar nicht unbedingt einen Ort sondern eher die Menschen Ja, mit dabei sind.

00:45:36: Also du wirst auch nicht unbedingt in Dänemark leben wo es so viele Picknickorte gibt, so viele Orte an denen mehr Gemeinschaft ist als in Deutschland je und so weiter?

00:45:46: Das verbinde ich jedenfalls total damit!

00:45:47: Aber

00:45:48: ehrlich gesagt finde ich jetzt gerade in Deutschland auch irgendwie... also ich find's schön wieder in Deutschland zu sein und eben auch an Themen zu arbeiten die mich betreffen und hier meinen Teil zu leisten.

00:46:00: Ich find das geht auch super viel Selbstwertgefühl, irgendwie ein Teil von was zu sein und auch aktiv mitzugestalten.

00:46:07: Vanessa?

00:46:08: Heimat?

00:46:09: Zukunft?

00:46:10: Wo

00:46:10: war's?

00:46:11: Es waren unterschiedliche Fragen.

00:46:12: in einer würde ich behaupten aber tatsächlich Tatsächlich wäre für mich die Antwort auch die gleiche.

00:46:22: Ich liebe Chemnitz.

00:46:23: auf jeden Fall ist meine zweite Heimat geworden.

00:46:26: diese Stadt hat mich dreimal hierher gezogen.

00:46:30: also Da muss schon was sein, damit man dreimal hierherzieht.

00:46:36: Und ... muss aber sagen, wenn ich an ... Ja, Heimat denke es ist auch da, wo meine Eltern leben, wo ich aufgewachsen bin das Leipziger Land und auch ... Ich würde sagen oder überhaupten, da sehe ich meine Zukunft oder vielleicht ja mein Lebensnachmittag.

00:46:54: Ähm ... Weil ich die Regierung ganz toll finde mit den Seen.

00:46:58: Und ich liebe Leipzig und auch da habe ich irgendwie eine tiefe Verbindung hin, durch Familie oder selber schon mal dort gelebt zu haben.

00:47:08: aber ich werde auch behaupten dass es bestimmt auch andere Orte gibt wo man sich zu Hause fühlen kann wenn da die richtigen Menschen sind und man eben seine kleine Community gefunden hat mit der man sich wohlfühlen kann.

00:47:20: Also wir empfehlen den Radweg oder den joggeln Weg am Rhein in Bonn Der wirklich zauberhaft ist glaube ich auch um diese Jahreszeit unglaublich schön, wenn ich mich recht erinnere.

00:47:30: Wir empfehlen den Korsputener See, wenn nicht das richtig verstehe, wann es als Ort... Ja,

00:47:35: ich mag lieber den Sturmtaler aber die Seite, die nicht so ganz

00:47:39: durchgeht.

00:47:42: Specialer quasi, wo man gut abchillen kann.

00:47:46: Es ist ja auch wichtig in so anstrengenden Zeiten das man Orte hat an die man gehen kann.

00:47:50: Wir verlinken euch ein Eierschäcke Rezept hier unten neben den Homepages von Keinheit, den Filmen und so weiter Und ich sage ganz herzlichen Dank.

00:48:03: Das hat sehr viel Freude gemacht.

00:48:06: Ich hoffe dass ein paar Menschen die der Jensi Ostangehörn Bock haben, den Podcast zu hören.

00:48:15: Wir werden ihn auch ein bisschen verbreiten und eure Sachen zu sehen und hoffe sehr, dass ihr damit weitermacht.

00:48:21: Und es ist so cool, dass er das mit so viel Fröhlichkeit tut!

00:48:25: Das macht was ganz herzliches.

00:48:26: Ich hoffe auf ganz viele Bilder von Eierchecke wenn jemand diese Eierschecke backt.

00:48:30: Also genau wir werden einen Eierschicken-Aufruf starten.

00:48:35: Okay ich backe auch eine.

00:48:38: Also, ich kann es auch.

00:48:39: Ich mag's halt nur nicht so.

00:48:41: Wir teilen

00:48:41: das dann in unserer Story!

00:48:42: Alles

00:48:42: Liebe für euch und danke an Vanessa, danke an Lisa... ...und danke an das Engagement für Keinheit.

00:48:48: Salü!

00:48:49: Danke dir!

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