Ist Chancengleichheit eine Lüge? Mit Ramona Wuttig

Shownotes

In dieser Folge von „Geteilt vereint“ spreche ich mit Ramona Wuttig: Soziologin, Autorin, Content Creatorin. (Einige von euch kennen sie vielleicht unter dem Namen @klasse.gesellschaft auf Instagram und TikTok.)

“Wer sich genug anstrengt, kann in Deutschland alles schaffen.“ Ein Satz, den viele von uns kennen. Doch wie viel Wahrheit steckt wirklich darin? Ramona ist selbst Arbeiterkind und Bildungsaufsteigerin. Aufgewachsen im ländlichen Thüringen der 90er Jahre, geprägt von Armut, Verlust und gesellschaftlicher Ausgrenzung, schien ihr Weg lange vorgezeichnet. Heute hat sie mehrere Studiengänge absolviert und setzt sich dafür ein, dass wir genauer hinschauen: Wer bekommt eigentlich welche Chancen und warum?

Wir sprechen darüber, wie sehr Herkunft über Bildung, Erfolg und Lebenswege entscheidet, warum sozialer Aufstieg oft trotz und nicht wegen bestehender Strukturen gelingt und wie ostdeutsche Herkunft und die Folgen der Wiedervereinigung bis heute wirken.

Eine Folge über die Frage: Wie frei sind wir wirklich darin, unser eigenes Leben zu gestalten?

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00:00:00: Gut.

00:00:01: Das ist der Podcast geteilt vereint und ich freue mich sehr, dass sich ein Gast aus meiner Heimatstadt habe – das hab' ich mir noch nicht gehabt!

00:00:09: Ramona Woutig ist aus Erfurt gekommen und ich bin froh, dass ich mir gemerkt habe, dass sie Ramona-Woutig heißt weil eigentlich kenne ich sie nur unter ihrem Social Media Namen nämlich Klasse Gesellschaft und genau darüber wollen wir sprechen.

00:00:25: Ramona als Soziologin studiert, gerade nebenher Rechtswissenschaften hat eine krasse Biografie.

00:00:35: Ich glaube du sagst selber eine Aufstiegsbiographie dazu aber eigentlich bin ich immer total beeindruckt davon wie klug du bist und was du alles geschafft hast.

00:00:43: und man kann dazu aufstieg sagen aber man kann auch sagen eine extrem erfolgreiche Person die gerade freiberuflich als Speakerin unterwegs ist mit ihrem Buch, was wir hier jetzt quasi auch bewerben können.

00:00:58: Auch wenn das ein Podcast ist der jetzt nicht irgendwas Ökonomisches macht, was demnächst erscheinen wird und darum darin geht es um das was du bist oder wo du her kommst nämlich dass du in ziemlich krasser Armut aufgewachsen bist im Ostdeutschland in einem Dorf in Thüringen und dass du trotzdem total viel geschafft hast.

00:01:19: Und ich freue mich ja, dass du da bist.

00:01:20: Herzlich willkommen!

00:01:22: Ganz ganz herzlichen Dank auch für die schöne Einleitung zu mir.

00:01:27: Ja, ich zerfliße vor Ehrfurcht.

00:01:30: Weil ein Studium angefangen hat.

00:01:34: in der frittlichen Revolution ist nicht zu Ende gemacht und niemals gedacht hat.

00:01:38: Ich mache das auch noch nebenbei und deswegen großartig Ramona wir müssen darüber sprechen wie du dahin gekommen bist wo du jetzt bist Und ich würde erst mal gerne über das reden was dich stark gemacht hat.

00:01:56: ja Da muss man verschiedene Zeitpunkte meines Lebens sich einfach anschauen.

00:02:04: Ich würde sagen, die Wut und die schlechte Laune über die Verhältnisse war ein sehr großer Punkt auch wenn es erst mal negativ klingt.

00:02:15: aber das hat mich immer weitergebracht in Form von Das kann so nicht bleiben.

00:02:21: ich muss hier irgendwas ändern und ich muss mein Leben und da wo ich lebe radikal ändern weil ich sonst untergehen werde.

00:02:30: Das war mir als Kind auch nicht so sehr bewusst, aber dann als Teenagerin waren wir das sehr, sehr bewusst und da habe ich dann solche Dinge gemacht wie in meinem Tagebuch anstreichen, wie viele Tage ich noch habe bis ich die Möglichkeit habe mein Dorf meine Umgebung zu verlassen... Und das

00:02:48: konntest du mit sechzehn?

00:02:50: Das konnte theoretisch nicht, theoretisch mit achtzehn.

00:02:53: Aber praktisch habe ich alles versucht, dass es mit sechzehn funktioniert hat und das hat dann auch mitsechzehnt funktioniert.

00:03:00: Genau.

00:03:01: Also ja also so eine gewisse Sturheit von wegen... wie ich schon gesagt habe, das läuft zu nicht, das geht zu nicht Und ich hab auch irgendwie, also ich möchte, dass ich ein anderes Leben verdient habe Mach ich, mach' ich weiter.

00:03:20: Hast

00:03:20: du denn... Ich frag noch mal nach diesem Starken als andere.

00:03:23: besprechen wir dann ja auch weil das ist, müssen alle verstehen und wissen hast du irgendwie Vorbilder gehabt?

00:03:28: Hast du Serien geguckt im Fernsehen?

00:03:30: Hast Du weiß ich nicht jemandem gehabt wo du gesagtest wenn die das geschafft hat schaffe ich es auch oder ich will so werden wie die oder keine Ahnung

00:03:39: eigentlich nicht wirklich ... tini-typische Sachen gehabt, wie dass ich Fernsehen geguckt habe.

00:03:46: Ich hatte damals gab es noch kein Internet für mich gleich gar nicht und dann irgendwie Stars gesehen habe die Musik gemacht haben... Ich hab Deutschland auf den Superstar geguckt und

00:03:58: mit

00:03:58: elf fand ich Daniel Kübibürg total cool!

00:04:01: Ja.

00:04:02: Und dann fand ich Tokio Hotel total cool, und da war ich...

00:04:05: Aus deutscher Band?

00:04:06: Genau!

00:04:06: Da war ich dreizehn, mit dreizehnt, vierzehn, fünfzehn fing ich an, Metalmusik zu hören aber das war schon so eine Geschmackssache und da bin ich nicht mehr ein Fan von Leuten.

00:04:16: Aber davor, da war das so ein Ding von, die sind irgendwie frei, die machen ihr Ding, sie sind einfach Künstler und da habe ich so ein bisschen drauf gestarrt, nicht mal weil ich unbedingt Sängerin werden muss sondern weil ich ein freies Leben haben wollte.

00:04:34: Und genau das sind halt so Leute, die ich gesehen habe und die ich gemocht hab aber in meiner Nähe also Leute die für mich greifbar und ansprechbar gewesen waren.

00:04:44: Das war nie echte Vorbilder, weil sie auch immer gefremd wurden als die anderen, die reichen Leute von meiner Familie zum Beispiel oder auch von meiner Umgebung.

00:04:55: Wir hatten zum Beispiel einen total netten und einen tollen Anwalt im Bezug auf Familiengeschichten bei uns.

00:05:04: Den kannte mein Opa von der Jagd, aber das war zum Beispiel so ein ganz krasser

00:05:11: Typ,

00:05:12: der einfach Anwaltung ist.

00:05:14: Der hat Rechtswissenschaft studiert.

00:05:16: Das ist nichts für Leute wie uns!

00:05:18: Deswegen habe ich so jemand nicht als Vorbild gesehen anerkannt weil das für mich Die gleiche Liga, die gleiche Klasse war.

00:05:27: Du wirst bei deinen Großeltern hier aufgewachsen?

00:05:28: Genau!

00:05:30: Weil das mit deinen Eltern alles sehr, sehr schwierig war.

00:05:33: Deine Mutter ist gestorben...

00:05:34: Genau meine Mutter ist geschorben als ich acht Monate alt war Und mein Vater hat da noch zwei Jahre lang bei meinen Großeltern mit im Haus gelebt in dem Dorf.

00:05:43: Dann gab es einen riesen, riesengroßen Eklat und dann ist er über Nacht mit seinem Trabi abgehauen und hat nur seine nötigsten Sachen eingepackt und danach war der nie wieder gesehen außer ein einziges Mal auf den Jugendamt aber sonst nie wieder genau.

00:05:55: Deswegen bin ich bei meinen Großeltern aufgewachsen.

00:05:58: Das war nicht einfach für die?

00:06:00: Das war natürlich gar nicht einfach, weil die haben ein einziges Kind verloren.

00:06:06: Sie war damals dreiundzwanzig Jahre alt, also ganz schlimme Geschichte.

00:06:10: und dann hatten sie halt mich und plötzlich diese neue Verantwortung nochmal.

00:06:14: Sie waren relativ jung für Großeltern Mittevierzig, typisch Ostdeutsch genau.

00:06:20: Und sie hatten aber auch selber zu kämpfen.

00:06:24: Es war halt gerade kurz nach der Wende, ich bin jetzt seit ein neunzig geboren und wo sie vorher noch zumindest gut in Arbeit waren.

00:06:33: Klassischer Arbeiter mit nicht besonders viel Geld wie das halt auch typisch für die DDR war.

00:06:38: aber kurz nach wende haben beide ihren Job verloren.

00:06:41: Das war so eine Treuhand Geschichte, die Firma hat einfach zugemacht.

00:06:48: Beide wurden verkauft, beide haben in der gleichen gearbeitet.

00:06:53: Meine Oma hat zuerst ihren Job verloren und als dann komplett geschlossen wurde, hat auch meine Opa seinen Job verloren.

00:06:58: Und dann ist erst mal große Perspektivlosigkeit bei uns eingezogen zusätzlich zu der ganzen Trauer und diesem ganzen Chaos was das Privat-Appelief einfach.

00:07:10: Mich hat eine Sache sehr beschäftigt.

00:07:11: Wir sind ja hier so ein bisschen in der Diskussion mit Ost und West, oder in diesem Podcast.

00:07:16: Mich hat eines Sache sehr beschäftigt eigentlich war ja die DDR darauf angelegt dass Menschen unabhängig davon In welcher Umgebung sie groß werden Bildung bekommen Aufstiegsmöglichkeiten bekommen usw.

00:07:29: Also in meiner Familie gab es jemanden Alleinerziehende Mutter noch nicht mein Hauptschulabschluss Und der hat am Ende studiert Hatte irgendwie einen Super-Abitur und so weiter.

00:07:41: Und hat immer erzählt, dass es deswegen gelungen ... Weil erstens die DDR so egalitär agieren wollte und weil's halt Lehrer gab, die immer gesagt haben hier du kannst was?

00:07:52: Mich hat total gewundert.

00:07:53: das ist alles jetzt nach der DDR deine Biografie aber trotzdem sind sie am Grunde die gleichen Leute gewesen.

00:08:01: Warum hat eigentlich niemand gemerkt wie klug du bist und was du kannst?

00:08:04: warst du so widerständig?

00:08:08: Und war das das Thema?

00:08:09: oder wie ist es passiert, was ist deine Einschätzung?

00:08:12: Also im Nachhinein damals wirst du's einfach nicht... Da musstest du ja irgendwie akkern.

00:08:17: Aber heute, wie guckst du da drauf?

00:08:20: Es ist komplex.

00:08:21: die eine Seite und das ist glaube ich eine sehr große Seite ist die Armuts Geschichte und dass man uns diese Armut ... am Rand der Gesellschaft stehen, sag ich jetzt mal sehr stark angesehen hat.

00:08:35: Das heißt das Haus in dem wir gelebt haben... ...das war unglaublich alt und hätte es sehr, sehr lange schon restauriert werden.

00:08:43: Verschiedene Dinge hätten da getan werden müssen.

00:08:46: Und wir sind da also... Wir haben eine Umgebung gelebt die eigentlich nicht lebenswert war.

00:08:51: was ich dann...

00:08:51: Ja war quasi die Anderdocs im Dorf

00:08:54: auch?

00:08:54: Also

00:08:55: ja!

00:08:55: Was ich damit mein ist... Es waren, die Wände waren kaputt.

00:09:01: Manchmal haben das sich Ameisen durchgefressen.

00:09:04: Es gab kein fließend warmes Wasser.

00:09:07: Irgendwann gab es nur noch einen einzigen Wasserhahn der funktioniert hat.

00:09:11: Es gibt keine Dusche, es gab keine... Es gab nur eine Badewanne, die man befüllen konnte mit einem Bottich den wir auf dem Ofen waren gemacht haben.

00:09:19: solche Geschichten und Dinge wie Hygiene waren total im Hintergrund, die habe ich einfach nicht gelernt.

00:09:28: Das habe ich als Teenie und später dann irgendwann gelernt und eine Routine begriffen

00:09:32: usw.,

00:09:33: wie das andere Menschen machen.

00:09:34: Aber ich hatte zum Beispiel schon in der Grundschule schwarze Zähne.

00:09:38: Ich hab gestunken... Wir haben gesagt Polenmarkt, da sind wir halt immer hingefahren und haben da Sachen gekauft, hatte ich an.

00:09:48: Meine Oma hat immer gesagt, du siehst ganz toll und hübsch aus.

00:09:50: Aber man hat doch gesehen wo das herkam Und entsprechend konnte ich gute Noten schreiben und das habe ich auch getan.

00:09:57: aber Ich war trotzdem immer eine ganz komische Person.

00:10:01: heute würde man sagen wir die Personen Und das fanden auch meine Lehrerinnen Wobei die jetzt nicht schlecht zu mir waren in der Grundschule Und an der Klasse war ich halt da auch schon immer Außenseiterin In der Grundschule noch nicht Mobbing-Opfer war, später schon.

00:10:19: Du weißt

00:10:19: was Gerhard Schöne beschrieben hat in diesem Lied?

00:10:22: Jule wäscht sich nie.

00:10:23: Ja das kenn ich

00:10:24: ja!

00:10:25: Genau wir verlinken euch das drunter weil es ist so ein altes DDR-Liede.

00:10:29: daran muss ich gerade denken wenn du das erzählst.

00:10:32: Also eine Geschichte die er auch im Osten gespielt hat.

00:10:39: Ich konnte es nicht richtig greifen und ich weiß auch nicht, wo dieser Gedanke herkam.

00:10:43: Weil ich wirklich da kein nahes Vorbild hatte.

00:10:47: aber ich habe zum Beispiel in der dritten Klasse angefangen zu erzählen.

00:10:49: Ich möchte Tierarztin werden.

00:10:50: das sagen wahrscheinlich ganz viele Mädchen in dem Alter.

00:10:53: Aber irgendwie hab ich begriffen dafür muss sich an die hohe Schule gehen ans Gymnasium gehen weil sonst kann ich so was nicht machen.

00:11:00: Und dann habe ich immer erzählt ich will aufs Gymnasiums gehen ich bin doch auch gut in der Schule.

00:11:05: Ja, warte mal.

00:11:06: Du bist noch so klein und da wurde immer auf meine Größe ich reduziert.

00:11:10: Also

00:11:10: weil du wirklich so klein warst?

00:11:11: Ich war wirklich sehr klein aber das macht ja gar keinen Sinn als es ist egal wie groß ich war.

00:11:16: Aber das hat man mir halt erzählt... So nach dem Motto mit den

00:11:17: Kühen kommst du nicht klar, weil du jetzt noch so Klein bist

00:11:20: oder was?

00:11:20: Nein, du musst deine Stunde zum Gymnasium fahren.

00:11:22: Das gehört ja noch dazu.

00:11:23: Es war alles ganz strukturschwach.

00:11:25: zur Regelschule also dem Realschulteil ... waren es fünf Kilometer.

00:11:29: Zum Gymnasium hätte ich eine Stunde mit dem Bus fahren müssen, jeden Morgen sechs auf fünfzig... ... und das war dann immer so die Ausrede.

00:11:36: Was andere auch gemacht haben genauer, das war mal so die ausrede,... ... du bist noch so klein und so ein langer Weg ist zu schwer für dich.

00:11:43: Von meinen Großeltern und von den Lehrkräften war so ein,... ... na wir wissen nicht ob die Kleine das schafft.

00:11:48: Ich war halt wie gesagt zu einer Außenseiterin, ich war sehr ruhig,... ... ich sah halt komisch aus, ich sah eben auch aus wie ein Kind was anscheinend Probleme hat.

00:11:55: ... getan hat man nichts, aber man meinte so... Also vielleicht wäre das zu viel für Sie wenn wir sie jetzt auch noch aufs Gymnasium schicken.

00:12:03: Und dann waren die sich beide einig quasi und haben mit dieser Realschulempfehlung

00:12:07: gegeben.

00:12:07: Das heißt all die Strukturen, die es ja eigentlich gibt also von der Schulzahlerztin bis zu den Lehrerinnen, die sehen müssen was sind hier die Talente?

00:12:14: Die haben eigentlich nicht gegriffen bei dir.

00:12:15: Das Schulzahnärzt

00:12:16: war ganz schlimm!

00:12:18: Die ersten Male wurde ich... Ja, sieht ganz schlimm aus und irgendwelche Dinge die ich nicht verstanden habe wurde dann dazu gesagt.

00:12:26: Später auf der Regelschule sind mir dann persönlich Sachen vor den Kopf geworfen worden wie du findest niemals Arbeit und eine Ausbildung so wie du aussiehst.

00:12:36: Was ist eigentlich mit dir los?

00:12:37: Also die Schulzeitärztin war da nicht hilfreich damals.

00:12:42: Und das war auch tatsächlich die gleiche über viele Jahre.

00:12:46: Die nicht, die an keiner Stelle mal gesagt hat, pass auf.

00:12:49: Wir machen das jetzt mal zusammen?

00:12:50: Ja, nee.

00:12:52: Du warst krankversichert ganz normal

00:12:53: und eigentlich wäre

00:12:54: es ja vollkommen richtig gewesen...

00:12:58: Ich habe auf Nelken rumgekaut weil ich so schlimme Zahnschmerzen hatte irgendwann.

00:13:02: Das tut ja irgendwann weh.

00:13:03: Nelke betäuben

00:13:07: ein Stück weit.

00:13:07: Ja klar!

00:13:08: Das habt ihr deine Großmutter wahrscheinlich gesagt mit den Nelkes.

00:13:11: Ich kenne das auch.

00:13:15: Und dann hast du dich aber trotzdem durchgebissen?

00:13:18: Ja, ich war dann halt aus dieser Regelschule.

00:13:21: Ich hab immer noch gebettelt dass ich aufs Gymnasium will.

00:13:24: In wen hast Du angebettelt?

00:13:25: Deine Großeltern?

00:13:27: Meine

00:13:27: Lehrerinnen!

00:13:29: Weil ich dachte dort wird jemand sein der mir vielleicht helfen kann, guck mal ich habe bei ihnen da eins, ich habe dort einen, ich hab deine eins... Ich kann doch bestimmt noch irgendwie wechseln.

00:13:36: und als ich in der sechsten Klasse war traf ich tatsächlich auf eine Lehrerin die meinte Es gibt da noch eine Möglichkeit, zur sieben Klasse aufs Gymnasium zu wechseln.

00:13:44: Fahrt doch mal auf das Gymnasiums und dann habe ich wieder meinen Opern gebettelt und der fuhr dann auch tatsächlich mit mir zu diesem Gymnasiam.

00:13:50: Das war schon im zweiten Halbjahr Und da meinte die Direktoren zu mir Du kommst zwei Wochen zu spät Vor dem Halbjahr sein müssen, dass wir dich anmelden.

00:14:03: Dann hab ich gebettelt, ich wiederhole die sechste Klasse!

00:14:05: Das ist mir wirklich egal!

00:14:07: Du hast geheult das weiß ich noch genau.

00:14:09: Nee, das machen wir jetzt erstmal nicht.

00:14:12: du kommst einfach nach der zehnten und das auch alles in Ordnung.

00:14:15: da bist du ja ganz genauso alt wie wenn du jetzt eine Sechste wiederholst.

00:14:18: das geht außerdem gar nicht

00:14:20: okay

00:14:21: so.

00:14:21: und dann war wieder Schluss Geht bis zur zehnten Klasse rechtlich sowieso nichts mehr haben wir alle gesagt.

00:14:26: und dann war das so.

00:14:28: Man muss halt wissen, dass in Thüringen wo du ja aufgewachsen bist ist es so, dass Gymnasium mit der fünften Klasse anfängt.

00:14:34: Genau.

00:14:34: Da fängt's ja

00:14:35: zum Beispiel anders, da fängt sie ja mit dem Siebten an und deswegen einmal das zur Erklärung und dann?

00:14:39: Und dann habe ich die Jahre so weiter mein Dasein gefristet.

00:14:44: War es weiter gut in der Schule?

00:14:45: War weiter gut bei der Schule.

00:14:46: Wie hast

00:14:47: Du gelernt?

00:14:48: Gar

00:14:50: nicht!

00:14:50: Du warst so schlau, dass du nicht lernen musst.

00:14:53: Ich will das gar nicht über mich selber sagen... Aber was zusätzlich dazu kommt ist, dass ich ADHS habe.

00:15:02: Ich bin eine spätdiagnostizierte Frau.

00:15:05: Das heißt, ich wurde mit Anfang dreißig diagnostiziert weil ich das da erst begriffen hab tatsächlich auch durch die mediale Aufmerksamkeit.

00:15:11: mich selber begriffene hat genau aber Eigentlich hätte man das da schon längst merken müssen.

00:15:17: Ich hab keine Hefter geführt, ich habe ständig alles vergessen, meine Hausaufgaben, mein Tonbeutel, alles Mögliche... ...ich war immer überall und nirgends aber ich war trotzdem mit einer anderen Person zusammen, immer Klassenbeste.

00:15:31: Hat mich viel gelangweilt, war sonst wo?

00:15:33: Und genau!

00:15:35: Und jemand hat gesagt könnte sie vielleicht hoch begabt sein?

00:15:38: Also nichts im Prinzip und irgendwann... Also der Knackpunkt, was alles noch schlimmer gemacht hat war.

00:15:48: Als eine andere Dorfschule geschlossen hatte wegen zu wenig Schüler innen und die dann ja an meine Schule mitgewechselt sind und die fanden mich richtig, richtig scheiße!

00:15:59: Ich muss das mal so sagen.

00:16:00: Die fand ich richtig schlimm Und die haben sich dann ein Grüppchen zusammengeschlossen einige Jungs vor allem Und die haben angefangen mich richtig hart zu mobben.

00:16:09: Was vorher einfach nur so eine Außenseiterrolle war, hat mich dann ins Zentrum gerückt in ein ganz schlimmes Zentrum.

00:16:15: Ich habe dann zum Beispiel aufgehört Fleisch zu essen als Teenagerin mit meinem fünftzehnten Geburtstag und die fingen an, mich mit Salamischeiben zu beschmeißen zb oder mich halt auch in der Stunde abzuwerfen Mit Kaugummies und verschiedenen anderen Sachen.

00:16:33: Genau, und irgendwann haben sie mir mal mein Hausaufgabenheft geklaut das war im Winter und haben die Seiten zerrissen und ins Schnee gesteckt Und auf den Seiten standen Dinge drauf wie bring dich doch endlich um die Schlampe.

00:16:46: Ja Damit bin ich zum Direktor gegangen habe gesagt ich brauche jetzt Hilfe Das geht so nicht weiter.

00:16:52: und der hat gesagt weißt du wer das geschrieben hat?

00:16:55: Nein Dann kann ich auch nicht helfen Okay.

00:16:58: Und da wusste ich dann jetzt, jetzt muss ich was machen!

00:17:02: Und da habe ich dann wie gesagt angefangen diese Strichliste zu führen und bin zum Jugendamt selbstständig gegangen... Die Strichliste?

00:17:07: Auf der du hast?

00:17:08: ...die StrichListe auf der ich geschrieben hab, wieviel Tage ist es noch bis ich mir einen Realschulabschluss habe und bis ich irgendwie die Chance habe in einer Ausbildung gedacht, die ich mir irgendwo anders suche um dann da wegzugehen.

00:17:18: Genau.

00:17:20: Bin zum Jugendamt gegangen, habe da meine Betreuerung...

00:17:23: Du bist selber zum

00:17:23: Jugendant?

00:17:24: Betreuerin von damals wieder getroffen hat, also hat sich so ergeben weil die immer noch da in der Nähe gewirkt hat.

00:17:31: Die hat sich noch an mich erinnert und die hat dann daraufhin meine Großeltern eingeladen um mal mit denen zu reden welche Möglichkeiten es geben könnte.

00:17:43: Und mein Opa war relativ... Ja, mit seiner Dorfsprache und auch so.

00:17:49: mit seinem hartem männlichen Geist saß er dann da so.

00:17:52: Oh die redet Quatsch!

00:17:55: Und dann habe ich aber bitterlich angefangen zu weinen weil ich gemerkt hab hier geht es nicht weiter und bin aufs Klo verschwunden.

00:18:01: und dann muss wohl diese nette nette Frau vom Jugendamt sehr sehr einfühlsam auf meinen Opa eingeredet haben.

00:18:07: Ich weiß halt nicht was sie gesagt hat Aber Es hat dazu geführt dass er nachgesagt hat bis Erfurt aber kein Kilometer weiter Und das war dann mein Hoffnungsschimmer.

00:18:18: Und dann habe ich jeden Tag, wie gesagt, gehofft dass dieser Tag rum geht und weiter umgeht.

00:18:24: In der zehnten Klasse fing ich dann tatsächlich selbstständig an mir eine neue Schule zu suchen in Erfurt und eine Wohnung zu suchen eben mit dem Versprechen meines Opa's, dass er eine Bürgschaft unterschreibt.

00:18:35: Dass ich halt in der Einsraumwohnung ziehen kann oder ne WG.

00:18:38: aber die habe ich damals nicht gefunden weil ne sechzehnjährige wollten keine Studierenden bei sich haben und vielleicht auch mich nicht weil ich immer noch so außerwieg aussahm.

00:18:48: Aber krass.

00:18:48: das heißt es gab schon eine struktur die da am ende doch gegriffen hat nämlich das Jugendamt.

00:18:52: ja aber auch nur weil du selbst hin gegangen bist ja

00:18:54: und weil diese eine Person wirklich wirklich gut war.

00:18:57: Ja

00:18:58: Du hast Über diese Biografie, also so wie heute hier, redest du auf den sozialen Netzwerken bei TikTok und Instagram.

00:19:08: Du hast ein Buch darüber jetzt geschrieben... Ich bewundere das deswegen total weil du machst dich ja quasi nackig!

00:19:14: Warum machst du das?

00:19:21: Erst mal ein Konklo Morath aus vielen, dass ich das immer mehr reflektiert habe.

00:19:33: Weil ich selbst Soziologie studiert hab, irgendwann Sozialstruktur-Analyse hatte und irgendwann Dinge an seinem Platz fühlte und dachte, Mensch, das bin ja nicht nur ich!

00:19:40: Dazu gibt es ja Forschung!

00:19:41: Spannend?

00:19:43: Und mich dann tief, tief reingefräst habe... Irgendwann hab' ich jeden Tag am Bordeaux gedacht.

00:19:48: Der hat da so eine super spannende Theorie einfach in dem Bereich.

00:19:55: Erstmal eigentlich nur begonnen TikTok zu machen, weil ich diesen ganzen Rechtsruck und von wegen im Osten sind nur Nazis entgegenwirken wollte mit einer Stimme die zeigt dass es nicht.

00:20:09: das ist nicht nur so ist sozusagen.

00:20:12: Und mein erstes Video war tatsächlich auch.

00:20:14: das war damals so ein Trend.

00:20:16: Ich komme aus dem Osten oder Da.

00:20:19: bei diesem Trend hat man irgendwas anderes gesagt.

00:20:21: Ich habe ein Auto natürlich, ich komme aus dem Osten.

00:20:24: Natürlich wähle ich nicht die AfD.

00:20:26: bitte vergesst nicht wir sind hier nicht alle rechts und das hab' ich auch in einem stark noch viel stärker dörflichen Dialekt gesagt als ich jetzt hier spreche.

00:20:36: Wir können es auch...ich komme auch von Goda

00:20:39: ja

00:20:40: und ich habe mir das ehrlich gesagt.

00:20:41: also ich habe eine ganz andere Biografie als du aber ich habe's mir abgewöhnt in der achten Klasse weil ich an einem Rezitationswettbewerb teilnehmen sollte und ein Gedicht aufsagen sollte.

00:20:50: Und habe mir das vorher so auf Kassette gespielt, wollte dann irgendwie gucken, mache ich das richtig?

00:20:55: Dann hab' ich mich mit dem Dialekt gehört.

00:20:58: Das geht ja gar nicht – sehr furchtbar!

00:20:59: Ich hab' dann mir innerhalb von ganz kurzer Zeit diesen Dialekt abgewöhnt und mir dann wieder ein bisschen angewöhnt.

00:21:05: aber du hast noch viel dialektischer geredet und es ist ja... Ich hab jetzt gelernt dass dieses was so sächisch klingt, also für Außenstehende klingt das ja sächsch ist der unbeliebteste Dialekt.

00:21:19: Danach kommt Schwäbisch, aber warum?

00:21:22: Weil es Ostdeutsch ist oder was?

00:21:24: Aber Schwäbig spricht nicht ganz dafür.

00:21:26: Das ist glaube ich auch ein Stück weit die Rolle der Medien.

00:21:29: also auf jeden Fall ist das einen Punkt.

00:21:31: wenn eine dumme, einfältige Person irgendwo im Internet oder in den Sendungen dargestellt wird.

00:21:38: Im Reality TV besonders.

00:21:41: Dann spricht die häufig sexisch.

00:21:43: Wenn irgendwelche Rechten dargestellt werden dann sprechen die irgendeinen ostdeutschen Dialekt oder eben das was als Sexes definiert wird.

00:21:51: also es wird immer.

00:21:53: wenn etwas gezeigt wird was irgendwie dumm und einfältig ist dann hat das häufig irgendwie so ne ostdeutische Konnotation.

00:21:59: Du hast also

00:22:00: sächsisch geredet?

00:22:01: Ja,

00:22:01: eigentlich nicht nordröst-thüringisch.

00:22:04: Also wie wir wissen, thüringische, sexisch

00:22:07: gedacht,

00:22:08: egal...

00:22:11: Genau und ich habe das tatsächlich auch lange versucht mir abzutrainieren und dass ist eine Bewunderung die ich dir und anderen, die das geschafft haben entgegensprechen muss bringen muss.

00:22:21: Ich hab es nicht geschafft!

00:22:22: Du machst das gar nicht mit Absicht

00:22:24: Nein!

00:22:25: Als ich so wie jetzt spreche, ist angestrengt relativ hochdeutsch.

00:22:30: Also ich kann... Ich spreche eigentlich noch sehr viel stärker- also ich könnte noch sehr viele stärkeren Dialekt sprechen aber das tue ich nun schon lange nicht mehr.

00:22:40: Hochdeutsch, wie gesagt nie gelernt.

00:22:42: Wenn ich das versuche dann klinge ich wie ein Computer.

00:22:46: Es schafft es nicht und irgendwann habe ich das zu meinem Markenzeichen gemacht.

00:22:52: Ich konfrontiere dich jetzt mit deinen Vorurteilen.

00:22:54: wenn du denkst ich bin doof na dann hör mir erst mal zu und dann wirst du dich selber schämen.

00:22:59: Das haben wir tatsächlich auch Leute gefeedbackt bevor ich so selbstbewusst damit umgegangen bin und gesagt ja am Anfang dachten wir du bist total komisch aber inhaltlich kam daher doch was vernünftiges bei rum Und dann kommen ja bestimmt doch noch viele Leute dazu, die das nicht ehrlich sagen.

00:23:14: Ja?

00:23:15: Ich glaube du hast tatsächlich damit auch bewirkt dass viele Menschen die diesen Dialekt oder irgendein in der ähnlichen Richtung reden anders angeschaut werden.

00:23:26: also ich glaub schon du bist eine Icebreakerinnen zu sagen ist eine extrem kluge Person und die spricht diesem Dialekt jetzt guck doch mal bitte genau hin und es ist schon ein Verdienst würde ich sagen.

00:23:36: Deswegen dachte ich immer, du machst das mit Absicht!

00:23:38: Weil

00:23:38: du dich an die Spitze der Bewegung stellst...

00:23:41: Also ich hab halt irgendwann aufgehört zu versuchen es zu verlernen.

00:23:44: Das ist die Absicht vielleicht.

00:23:46: Ja, genau.

00:23:47: Ich hab aber auf jeden Fall ganz viel Anti-Rechts-Content gemacht und irgendwann hat mal jemand gesagt ich soll meine Klappe halten, ich habe keine Bildung und weiß eh nix.

00:23:57: Und dann ... Ich hatte an dem Tag sehr schlechte Laune und war auf Kauai gebürstet und hat auch mal Lust darauf zu antworten und ich war überhaupt nicht vorbereitet und hab einfach nur aus meinem Schrank meine drei Studienabschlüsse rausgeholt, hab die Kamera gehalten zum ersten Mal danach noch ein paar Mal wieder und hab in zweieinhalb Minuten ... in Kurzform meinen Bildungsweg mit einer sehr generften Stimme runtergeradert und gesagt, dass er jetzt seine Klappe halten soll.

00:24:22: Und dieses Video ist durch die Decke gegangen komplett!

00:24:25: Das war mein beliebtes das Video überhaupt... ...und ich habe so viele Nachrichten bekommen von Leuten, oh ich fühle mich total gesehen, von dir.

00:24:33: endlich spricht da mal jemand rüber, das ist alles ganz emotional für mich.

00:24:38: Und dann habe ich, bin ich erstmal so auf Fragen eingegangen und dann war das so ein Selbstläufer.

00:24:42: Ich hab immer mehr und immer mehr über dieses Thema gesprochen... ...und gemerkt dass es fast ohne Boden ist und sich nicht erschöpft.

00:24:51: Bin dann auch irgendwann zu Instagram gegangen und bin da noch mehr angekommen quasi als haben noch mehr Leute gesehen.

00:24:59: Dann war das irgendwann klasse Gesellschaft redet über Politik und Übernazis oder nicht vorhanden sein von rechten Strukturen, sondern klasse Gesellschaft redet über Armut- und Bildungsaufstiege und ähnliche Themen.

00:25:15: Du redest ja oft über dich aber du redest vor allem darüber wie das Beispielhaft ist für viele andere.

00:25:21: Ich glaube dass es auch ein Teil dessen.

00:25:24: also du redes aus berufenden Mund quasi und nicht darüber.

00:25:28: du bist jetzt die Person die geforscht hat und sagen kann übrigens so und zu viele Menschen Mit diesen Bildungsintergrund steigen nicht auf und so weiter.

00:25:36: Das ist ja in Deutschland, es ist einfach krass, dass wir das Land sind in Europa und alle vergleichbaren Länder mit der geringsten Möglichkeit aufzusteigen durch Bildung unabhängig davon was man für ein Zuhause hat.

00:25:49: Ist schon verrückt nach wie vor.

00:25:51: Und du redest darüber aber eben als eine Person die weiß wovon sie spricht und ich glaube dass das auch einerseits zu viele Leute abholt so eine ähnliche Biografie haben oder die sie gerne hätten, also die gern irgendwie raus wollen aus der Situation und andererseits aber auch für diejenigen, die sich das wissenschaftlich gesellschaftlich angucken.

00:26:12: Und damit hast du glaub ich ne... Also entweder ist echt ne Marktlücke, die du fürs Spielst.

00:26:19: man sagen muss dir gucken einfach immer wieder ganz viele Leute zu Das ist quasi jeden Tag dein Brot.

00:26:25: oder jeden Tag, weiß ich jetzt nicht wie oft du Videos machst.

00:26:27: Aber

00:26:28: das ist schon dein... Täglich mache ich Post oder Videos?

00:26:30: Genau!

00:26:30: Das ist schon deinen Brot und damit bist du glaube ich wichtiger für viele als alles Mögliche andere was man so an Programmen machen kann politisch und dafür kann man nur dankbar sein.

00:26:43: Du kriegst auch ganz schön viel ab dafür ... bist auch ein bisschen in die Politik gegangen, machst Kommunalpolitik.

00:26:50: Auch da kümmerst du dich darum und du hast vorhin gesagt, du hast ADHS eine der besten Sachen... ...die du angestoßen hast.

00:26:57: für mich ist,... ...die ruhige Zeit auf dem Weihnachtsmarkt in Erfurt.

00:27:02: Wie bist du denn darauf gekommen?

00:27:06: Das habe ich also in verschiedenen Orten schon gesehen.

00:27:12: Magdeburg hat es gemacht.

00:27:16: Oder was Halle?

00:27:18: Jetzt, es hat auf jeden Fall eine Stadt im Sachsen-Anhalt gemacht.

00:27:22: Ich habe davon gelesen das ist Supermärkte machen allerdings weniger in Deutschland eher an anderen Ländern und fand das total toll zusätzlich dazu dass ich Leute kenne denen das wirklich was nützen würde.

00:27:37: Ich bin tatsächlich keine Person, die es unbedingt sehr ruhig braucht aber ich habe autistische Freundinnen auch Menschen mit Migräne oder Menschen mit Epilepsie.

00:27:49: Das muss nicht unbedingt eine Neurodivergenz- oder psychische Erkrankung sein, die da zugrunde liegt warum einem das schwerfällt in Menschenmassen mit viel Licht und viel Lärm zu sein.

00:28:02: Und ich dachte mir Mensch Du kostet quasi nicht.

00:28:05: Natürlich könnte man sagen, es kommen vielleicht weniger Leute aber vielleicht kommt dann auch einfach andere Leute die den Weihnachtsmarkt besuchen und dann was kaufen.

00:28:13: Aber grundsätzlich kostet das nichts und ist sehr leicht umsetzbar.

00:28:18: Warum nicht einfach einbringen?

00:28:19: Und genau das habe ich gemacht und ich hab mich schon auf sonst etwas vorbereitet.

00:28:25: hat dann einfach nur die CDU zu mir gesagt, ja wenn wir das zur selben Zeit machen könnten wie der Adventsgottesdienst ist damit wir quasi Christliches mit deinem Anliegen verbinden können.

00:28:36: Ja dann stimmen wir da auch zu und dann hatte ich nicht mal gegenstimmen.

00:28:40: selbst die AfD hat nur in der Enthaltung gegeben.

00:28:42: Erstaunliche

00:28:43: Erfolg!

00:28:44: Also ich war ganz überrascht.

00:28:46: also es fanden alle irgendwie nett so und ich möchte dass jetzt auch gerne für alle anderen Feste ausweiten weil... Warum dich?

00:28:53: Es gibt keinen Grund dagegen.

00:28:54: Man braucht kein Personal dafür.

00:28:56: großartig, jetzt muss halt irgendjemand ausschalten.

00:28:59: kurz aber es liefert viel und hat wenig Aufwand.

00:29:03: Wie lange ist das still?

00:29:05: Eine Stunde

00:29:05: in

00:29:06: der Woche.

00:29:06: Ja, eine Stunde

00:29:07: ist jetzt nicht andauend aber es ist jedenfalls ein Anfang.

00:29:09: und vielleicht

00:29:10: für viele Leute und wenn sich das bewährt dann macht man's vielleicht auch öfter oder so dass man weiß wenn ich um fünf hingehe ist keine Dröhnung

00:29:16: oder so.

00:29:17: also mich hat es sehr abgeholt weil ich habe ich bin auch nicht also nicht wahnsinnig empfindlich aber ich denke so manchmal hast du irgendwie von allen Seiten nur laut und es ist man kann irgendwie gar nicht genießen was man oder ein Gespräch führen auf dem Weihnachtsmarkt.

00:29:30: ganz schön dass.

00:29:35: ich

00:29:36: würde dich gerne fragen, wie du eigentlich diese... also bis mit sechzehn ausgezogen ist ja nicht vorgesehen.

00:29:42: Deine Großeltern konnten dir nicht die Wohnung bezahlen und wie hast du das hinbekommen?

00:29:49: Also lass uns einmal über Geld reden und darüber, wie Menschen, die in wirklich armen Verhältnissen aufwachsen, das überhaupt hinbekommen.

00:29:58: Du hast es vom Polenmarkt geredet Wo mir meine polnischen Freundinnen immer sagen, das haben wir nur für die Deutschen.

00:30:05: Das ist eigentlich gar nicht Polenmarkt.

00:30:07: Ja sicherlich!

00:30:09: Und man kauft dort das was man original gefälscht, der Klamotent.

00:30:13: Genau.

00:30:15: Aber das ist ja so eine Sache.

00:30:17: wie hast du es hinbekommen?

00:30:18: Und dann, als ich ausgezogen war oder wie haben wir das vorhin bekommen?

00:30:22: Also vorher ist es total schwer gewesen.

00:30:24: Das hast du schon angedeutet und ihr habt immer geguckt was Billigste zu kaufen weiß ich aus seinen Videos

00:30:32: Genau!

00:30:34: Wir hatten ja noch diesen Garten und dass ein Hühner rum gerannt und wir hatten auch noch ein paar Tiere.

00:30:38: die haben wir geschlachtet und für den eigenen Verbrauch eben verwendet und Eier verwendete.

00:30:43: Das war

00:30:43: der Vorteil vom Dorfleben so ein bisschen...

00:30:44: Das war totaler Vorteil genau immer genug zu essen.

00:30:49: Wir hatten auch noch Gemüse und Obst da wachsen, also das hat ganz lange uns mitgetragen.

00:30:55: Mein Opa hat dann wieder Arbeit gefunden aber halt Niedriglohn Sektor oder der einzige der Geld verdient hat.

00:31:01: Aber so haben wir uns über Wasser gehalten.

00:31:05: Und solche Dinge wie es war nichts möglich zu kaufen zum Beispiel Fast Fashion wenn Leute sagen ja das ist alles ganz billig.

00:31:12: Fast Fashion-Läden habe ich das erste Mal ... achtzehn bejucht, vorher habe ich nie so was betreten.

00:31:18: Weil wir tatsächlich uns nur von der Altkleiderspende, das sind wir mal heimlich hingefahren, da sollte uns bitte keiner sehen, Klamotten geholt haben oder eben zweimal jährlich mit einem Nachbarn nach Polen gefahren sind und da ordentlich einzukaufen unter anderem Klamoten.

00:31:35: Und zum Beispiel auch Videokassetten die dann da natürlich illegal überspielt waren.

00:31:40: manchmal liefen da Leute durchs Kinobild

00:31:43: Und manchmal war auch was anderes drin

00:31:45: in der

00:31:46: Box.

00:31:46: Genau, genau!

00:31:47: Ja und da hatte ich aber dann Haufenweise davon weil die haben wir halt für ... Ich kann es nicht mehr sagen, aber halt für ganz wenig Geld bekommen.

00:31:54: Genau und als ich ausgezogen war, hatte ich das Pech oder Glück je nachdem... Ich habe halt Halbweißenrente bekommen, weil meine Mutter ja tot ist und ich hab mein Kindergeld so wie's war aufgerundet tatsächlich überwiesen bekommen von meinen Großeltern Weil ich ja nun für mich selber sorgen sollte Und das waren zusammen etwa Vierhundert Euro.

00:32:21: Und meine Miete plus Strom, was andere hatte ich da nicht?

00:32:26: Haben ungefähr dreihundert Euro gekostet.

00:32:29: Dann hatte ich so einen sogenannten Internet-Stick.

00:32:32: Das war mein erstes Mal Internet.

00:32:33: Das hat meinen Opa tatsächlich bezahlt.

00:32:36: Ich bin mir nicht ganz sicher, was der gekostete.

00:32:38: Fünfundzwanzigdreißig Euro oder sowas.

00:32:42: Und dann hatte ich diese hundert Euro plus, dass ich einmal wöchentlich zu meinen Großeltern nach Hause gefahren bin mit dem Zug und mir meine Oma immer ziemlich viel vorgekocht hat bzw.

00:32:54: das was sie gekocht hat, dann ab... also eingefroren hat er mir dann mitgegeben, hat dann natürlich ohne Fleisch weil ich war ja dann Vegetarierin aber sie hat das gelernt mir dann etwas mitzugeben und so.

00:33:07: und da habe ich ganz viel davon gegessen Und den Rest erst mal von diesen hundert Euro bestritten und mir dann eine Weile später einen Regale, ein Räumjob gesucht.

00:33:19: Aber krass!

00:33:20: Also deine Großeltern die dann auch immer noch versucht haben das auch zu unterstützen nach ihren Möglichkeiten?

00:33:26: Die fanden es total...die fanden das eigentlich sinnlos was ich da mache.

00:33:30: Die konnten's gar nicht nachvollziehen und die war noch der Meinung ich packt das nicht Aber man kann mich ja nicht fallen lassen.

00:33:36: Also hat man versucht trotzdem alles zu geben, dass ich über Wasser bleibe und nicht irgendwie in der Gosse landet.

00:33:41: Davor ist nämlich auch Angst.

00:33:43: Und dann hast du Regale eingeräumt?

00:33:45: In einem

00:33:47: Supermarkt abends genau.

00:33:49: Das heißt

00:33:50: das hast du nach der Schule gemacht.

00:33:51: Ja, aber du musst es ja nicht so fehlern.

00:33:53: Du bist ja so schlau oder wie?

00:33:54: Nee tatsächlich auf dem Gymnasium bin ich total untergegangen.

00:34:00: Du kamst auch erst in der zehnten Klasse dazu?

00:34:03: Ich

00:34:03: kam in der Zehntenklasse dazu.

00:34:05: Da bin ich nicht mehr gemobbt worden, aber ich bin da von einer Außenseiterstellung in eine Außenserstellungen gekommen.

00:34:11: Das hatte auch damit zu tun dass ich total Angst dann plötzlich vor meinen neuen Mitschülerinnen hatte und mich vor denen versteckt habe Und die nicht angesprochen haben und solche Dinge.

00:34:22: Ich sah immer noch aus wie ich aussah.

00:34:23: es hat immer noch lockern jahr gedauert bis sich deine Also, bis ich das radikal alles geändert habe.

00:34:29: Zum Beispiel zum Zahnarzt gegangen bin und alles habe machen lassen was zu machen war.

00:34:33: Zum beispiel auch eine ordentliche Körperhygiene gelernt hab usw.

00:34:37: Das kann mir nicht von einen Tag auf den anderen.

00:34:39: Deswegen fanden die mich auch schon komisch und zusätzlich dazu habe ich mich halt verkrochen und zusätzlich dazu habe Ich da das erste mal so richtig Klassenunterschiede so richtig bemerkt in meinem Alltag Weil ich war auf einem Gymnasium, das ist vielleicht nicht auf jeden Gymnasiengleich.

00:34:54: Aber auf diesem Gymnasiam waren viele sehr wohl betuchte Kinder.

00:34:58: Das ist anreichend so ein Erfolg!

00:35:02: Ja, das kündige Luise-Gymnasium damals.

00:35:05: Genau und da waren zum Beispiel ein Zwillingspärchen, deren Hobby war im Fächten.

00:35:11: Und so, also solche typischen Dinge.

00:35:13: Da war auch Skifahren was normal ist... Skiurlaub halt?

00:35:17: Ja genau, Skiurtlaub!

00:35:19: Die sind auch weggeflogen, das war ja für mich auch nicht vorstellbar alles solche Dinge.

00:35:25: Was sind denn eure Eltern?

00:35:26: vom Beruf wurde dann tatsächlich gefragt Ich hab mich immer nur geschämt, was ich auf der Regelschule damals nicht getan habe.

00:35:35: Weil da viele jetzt nicht in solcher Armut aber halt mehr ... Da war halt eine Verkäuferin's Mutter und solche Sachen.

00:35:42: Und nicht der Anwaltsvater.

00:35:43: Naja... Das zum einen, also ich hab mich halt verkochen und ich war völlig überfordert von dieser Umgebung und von dem, was sich dann selber auf die Beine stellen musste, dass ich auch oft Schule dann irgendwann gespänzt hab ... tatsächlich auch eine ziemliche Gap gespürt habe, ... ... ne ziemliche Lücke zwischen dem was ich auf dieser ... ... Regelschule da aufm Dorf gelernt hab.

00:36:09: Im Nachhinein würde ich sagen die war einfach nicht gut... ... und dem was auf dem Gymnasium von mir verlangt wurde.

00:36:15: In französisch Unterricht wurden Gespräche geführt.

00:36:19: Ich konnte vielleicht drei gerade Wörter sprechen!

00:36:23: Auch Englisch wurden Bücher gelesen, mein Englische war im Vergleich dazu absolut ... Also das konnte ich einfach nicht.

00:36:32: In Naturwissenschaften habe ich völlig hinterhergehangen und ich hatte keine Ahnung, also zusätzlich zudem dass mich alles drum herum überfordert hat, ich nie gelernt habe zu lernen Ich nicht wusste wie ich das aufholen sollte war ich dann einfach nicht gut plötzlich Und hab dann in der elften Klasse zusätzlich dazu zwischendurch auch psychische Probleme entwickelt habe und dann auch eine Weile krankgeschrieben war, und dann noch weiter den Anschluss verloren hab.

00:37:02: Dann beschlossen erst mal abzubrechen weil ich nicht gesehen hab wie ich das schaffen soll.

00:37:07: Und wie hast du es denn trotzdem geschafft?

00:37:09: Ich habe das dann trotzdem geschafft in dem ich dann erstmal tatsächlich ne Ausbildung gemacht habe als Altenpflegerin und dann heimlich in Anführungszeichen angefangen hat zu recherchieren, wie komme ich jetzt noch irgendwie an dieses Dover-Abitur ran.

00:37:23: Du wolltest nicht mehr Tierärztin werden?

00:37:27: Ja, in den Jahren haben sie sich viel verändert.

00:37:29: Dann wollte ich auch Nitologin werden und dann wollte ich mal irgendwie was Deutsch-Lehrerin oder Lehrerin im Allgemeinen.

00:37:35: Und dann aber wollte ich tatsächlich als ich Teenie war und verstanden habe, was das ist irgendwann einmal so etwas wie Politikwissenschaft, Soziologie oder Psychologie studieren.

00:37:47: jetzt hab' ich alles dreimal studiert Politik wissenschaft nur im Nebenfach abgeschlossen, aber dennoch.

00:37:54: Aber das war dann irgendwann das was mich interessiert hat.

00:37:58: Ich wusste aber irgendwie will studieren ich will mehr lernen und das kann es ja nicht gewesen sein.

00:38:02: ich fand dass alles irgendwie ganz schlimm ungerecht.

00:38:04: Und dann habe ich dann rausgefunden dass es sowas wie fernschulen gibt und Dass ich mit meinem ausbildungsgeld irgendwie von vom munt absparen Kann.

00:38:14: dieses monatliche geld das waren damals das war sich auch noch ganz genau hundert sieben und dreißig euro monat ... für diese Fernschule.

00:38:21: und das habe ich dann gemacht.

00:38:22: Und da hab' ich mir diesen Kurs innerhalb von zwei Jahren reingeprügelt, obwohl der halt war vor drei Jahre angelegt.

00:38:29: aber man lernt ja für sich selbst.

00:38:31: deswegen konnte ich das dann selber halt machen.

00:38:33: Der hat einen abgeholt an der Stelle wo die Realschulabschluss endet.

00:38:37: Das heißt...das war Anschlussfähiger als was ich auf dem Gymnasium erlebt hab'.

00:38:42: Und dann bin ich nach Hessen gefahren, weil es halt in Thüringen nicht gibt oder gab.

00:38:47: Und hab dort acht Prüfungen abgelegt und das war da mein Abitur.

00:38:52: Krass!

00:38:52: Wahnsinn.

00:38:53: Das habe ich dann mit zweiundzwanzig geschafft ähnlich... ...und dann bin Ich studieren gegangen.

00:39:01: Vielen Dank dass du das erzählst also hier und auch sonst und dass Menschen verstehen was es bedeutet dass andere in dir jetzt ein Vorbild sehen.

00:39:13: Das ist ja das Großartige daran, wenn die das geschafft hat kann ich es vielleicht auch schaffen.

00:39:18: Das hoffe ich

00:39:19: sehr.

00:39:20: Sehr cool!

00:39:21: Hast du schon so Rückmeldung von jemanden bekommen?

00:39:23: Also das ist ja gesagt, gucken viele und sagen da bin ich gemeint, das ist wie mein Leben.

00:39:28: Ich bekomme täglich unzählige Nachrichten

00:39:31: auf Instagram.

00:39:32: Ich bemühe mich immer gerade, wenn ich besonders lange Nachrichten bekomme zu antworten weil sich das dann irgendwann unangenehm anfühlt.

00:39:39: genau Ganz viele schreiben mir, dass es ihnen Mut macht.

00:39:44: Gerade weil sie zum Beispiel im Studium stecken und ich wissen wie die das schaffen sollen und jemanden hat, der sie unterstützt.

00:39:51: Viele schreiben mir auch im Nachhinein... Ich habe so eine ähnliche oder ich hab eine schwierige Geschichte durch.

00:39:56: Bin heute Ärztin oder was auch immer und finde es total toll!

00:40:00: Ich würde mich nicht trauen da drüber zu sprechen usw.. Das gibt's dann auch Leute, ... gerade noch nicht so richtig wissen, wohin mit sich aber auch schon älter sind.

00:40:11: Also irgendwelche Kinder oder grade Jungerwachsene schreiben er nicht... ... sondern eher die Sechsunddreißigjährige, die mit einundzwanzig Mutter geworden ist und jetzt in der Abendschule anfängt ihr Abitur nachzuholen und sagt das macht mir richtig Mut wenn du das geschafft hast also solche Dinge und ganz viele schreiben wir wirklich sehr lange und sehr persönliche Nachrichten dazu.

00:40:35: Ja!

00:40:35: Das

00:40:35: heißt eine richtige Arbeit, die du da machst?

00:40:38: Ja, ich würde schon sagen... Ich verbringe viel.

00:40:40: Meine Bildschirmzeit ist ungesund!

00:40:44: Aber

00:40:44: für andere ermutigend?

00:40:47: Wir haben hier so eine kleine Tradition.

00:40:49: Das sind Fragen zur Einheit des Landes wenn du zwei ziehst und sie beantwortest.

00:40:55: also die sind nicht für dich jetzt sondern immer dieselben Fragen da drin.

00:41:00: Und genau ja guck mal was darauf steht

00:41:10: Denke ich an die deutsche Einheit.

00:41:15: Dann habe ich in erster Linie gute Gefühle, weil es richtig und wichtig war und weil mein Leben sicherlich nochmal ganz ganz anders ausgesehen hätte wenn die nicht passiert wäre.

00:41:28: das ist absolut unabdingbar dass sie kommt.

00:41:32: im Hintergrund deswegen klingt es nicht so nur positiv kommen trotzdem ein paar gemischte gefühle hoch weil mit der deutschen Einheit gerade für den Osten sehr viel Schwieriges passiert ist, wie ich schon erwähnte Treuhand.

00:41:49: Die ungleichen Vermögensverhältnisse bis heute ungleicher Löhne

00:41:53: usw.,

00:41:54: die bis heute andauern und die meiner Meinung nach immer noch viel zu wenig besprochen werden gesellschaftlich, politisch oder wissenschaftlich.

00:42:06: Ja

00:42:07: in deinem Fall also seine Ergänzung Stipendien gehen zu ganz geringen Teilen nach Ostdeutschland interessanterweise.

00:42:17: Hätte ich nie getraut, mich dafür zu bewerben?

00:42:19: Hat dir keiner gesagt?

00:42:21: Ja.

00:42:22: Zweite Frage.

00:42:27: Welche Farbe hat die deutsche Einheit für dich?

00:42:32: Ja spannend!

00:42:37: Trotzdem grün wie Hoffnung weil wir ja trotzdem die Chance haben, was daraus zu machen.

00:42:46: Wir müssen uns nun mal mehr und endlich dem Thema stellen aus verschiedenen Richtungen aber eben vor allem auch Ostdeutschen zuhören und nicht nur abstempelnd als der pöbelnde rechte Mob sondern auch Menschen zu hören, die substanziell etwas zu dem Thema sagen möchten, aber halt selten gehört werden

00:43:08: Sagen auf jeden Fall, ich stimme total zu zwei Aussies die ihr jetzt hier gehört habt.

00:43:13: Ganz vielen Dank liebe Ramona für dieses Gespräch, für die Einblicke.

00:43:18: wir verlinken deine Seiten auf Instagram und all dem und ich freue mich sehr dass du hier gewesen bist.

00:43:27: Herzlichen Dank!

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